King B im ungehinderten Durchmarsch nach Bern
Christoph B, der Listige, hatte sich als fast mittelloser Student in den Achtzigerjahren eine marode Chemiefirma angeeignet und gelangte durch ihren Wiederaufbau zu unermesslichem Reichtum. Doch Christoph B, der Rastlose, fand keine Ruhe. Eine marode Partei bildete die Basis für seinen Dienst am Volk. Er flog sie zu neuen Höhen - zu hoch vielleicht, denn am Ende landete er in unserer konkordanten Landesregierung. Und aus ihm wurde dort Christoph B, der leicht Deplatzierte.
Er musste auswachsen, sich häuten und verwandelte sich in King B, den Alleskleinhacker, den Anarchisten, den mit dem Schloss. Seine willigen Helfer stürzten sich auf die neue Lichtgestalt, sie überboten sich in vorauseilendem Gehorsam, sie wollten sein wie er. Ein klägliches Ränkespiel gegen King B war ein Putschversuch, seine Partei war Er, war das Land, das es zu stärken galt. Am Schluss war den willigen Helfern nichts, nicht einmal die Totenruhe mehr heilig.
Das Volk aber besann sich und ging, angewidert zwar, zur Wahl. Es wählte wie immer, Er, die Partei, das Land behielt seine freudlose, aber bewährte Konkordanz und aus King B wurde wieder der ältere Herr mit der bäuerlichen Sprache und den stets zu grossen Anzügen - mit Ambitionen viel zu mächtig für ein Zeitalter ohne Könige.







Diskussion
Ich habe mich damals schon aufgeregt darüber - und es tut auch heute noch meinem Kreislauf nicht gut, wenn ich solches Zeugs lese. Stellvertrend hier darum der Link auf meine Gedanken von damals:
http://liberty.li/magazine/?id=574
EDIT: Nachtrag
Google sei Dank, Rigendingers Blech hier als PDF: http://www.rigendinger.net/pdf/05_46_028 .pdf
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