17/08/2011 13:13
Stoppt die Experten
Die allgemeine Finanz-, Schulden-, Euro- und vielleicht bald auch Wirtschaftskrise schlägt sich in den heimischen Medien in Form einer grässlichen Kakofonie nieder. Kaum ist der Franken wieder um e... »







Diskussion
Dummerweise werden Experten zunehmend nur als Solche angesehen, wenn sie regelmässig in den Medien ihren Auftritt haben.
Der Rechtfertigungsdruck (Elfenbeinturm, Steuergelder verpulvern etc.) gegenüber der Öffentlichkeit ist gewachsen. Daher schadet es nie, wenn ein Uniprofessor sich äussert. Er nimmt dadurch an der öffentlichen Diskussion teil. Das ist gut solange das punktuell geschieht. Zur richtigen Zeit. Ansonsten ist es eben einfach nur Teilnahme am allgemeinen Rauschen im Blätterwald.
Vielmehr als früher ziehen Verwaltungen und private Firmen teuren Expertenrat zu Hilfe. Das kann Sinn machen, half aber auch ein Tummefeld von Beratern, Büros etc. aufzubauen. Diese privaten Unternehmen müssen sich im Gespräch halten. Was gibt es da schöneres als in den Medien zitiert zu werden.
Der Einfachheit halber ruft man jene Leute an, die ziemlich ganz sicher was sagen. So kommt es, dass dann auch die Experten teilweise ein wenig gar weit von ihren wahren Stärken Kommentare abgeben.
Noch viel, viel schlimmer als die Krisenexperten sind die Psychologen die jedes Verbrechen aus dem Lehnstuhl heraus glauben es auf Anfrage einer Zeitung kommentieren zu müssen.
Und die Politiker? Bei denen ist es klar. Sie brauchen die Medien, die Medien brauchen sie. Es stünde aber schon auch in diesem Fall an nicht jedes Statment unkommentiert abzudrucken.
Melden Sie sich an oder loggen Sie sich ein, um an der Diskussion teilzunehmen.