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Der gespiegelte Mensch
Burnout, die moderne Lebenskrise
Diskussion
Ich sagte schon bei Einführung der 1€ Jobs: Wartet ab, daß geht auch für 0 Euro.
Jetzt wird also Kinder-Sklaven-Arbeit für 50 Cent die Stunde etabliert. Na klar, was die Entwicklungsländer können, können wir schon lange.
Rechnen wir doch mal, der eine Junge möchte sich vom Verdienst ein Fahrrad kaufen. Ein halbwegs vernünftiges kostet 200€. Nun haben Schulkinder eigentlich nicht wirklich sooo viel Freizeit.
Wenn der Junge also täglich - bei 5 Tage Woche - 2 Stunden arbeitet, hat er 5€ die Woche.
Dann müsste er also 40 Wochen arbeiten um sich das ersehnte Fahrrad kaufen zu können.
Wobei er natürlich keinen Cent des Arbeitslohnes in dieser Zeit für anderes ausgeben könnte.
Ich hätte da mal ne Frage; könnt ihr mir auch so ein paar Kinderchen vermitteln? Ich könnte denen unendlich viel beibringen.
Aber den Kindern macht das doch Spaß, sie sind von der Straße weg, lernen etwas praktisches für's leben dabei und kriegen noch Geld dafür. Alles richtig, nur...
warum gibt man ihnen statt der heuchlerischen 50 Cent nicht mindestens 3€ die Stunde?
Oder warum gibt man ihnen überhaupt Geld wenn sie es doch so gerne tuen und es so nützlich ist?
Warum gibt man ihnen nicht ein gutes Mittagessen und einen Liter Milch? Oder/und kauft ihnen Sachen die sie dringend für die Schule benötigen, respektive Kleidung? Oder oder oder...
Ach so, ja natürlich, daß ist ja nicht für einen Euro am Tag zu haben.
Ich habe für heute und die nächste Zeit genug gelesen und wie immer wenn ich den Blätterwald durchforste die Sch... geschtrichen voll.
In diesem Alter haben wir durch eigene Kreativität mehr Geld verdient: Parkplätze zuweisen, Einkäufe einpacken, Pfandflaschen sammeln, Schoggiherzen verkaufen. Mit 14 konnte ich nach Ölkrise und Ende der Hochkonjunktur bei Denner arbeiten: Getränkekisten schleppen für 4 Franken die Stunde. Mit der korrigierten Teuerung seither, müssten heute soviel Franken pro Jahre drinliegen: beim 11-jährigen also 11 Franken die Stunde. Aber vermutlich ist das zu neoliberal gedacht...
Mitnichten. Das wäre allenfalls gerecht und fair. Es ist nicht neoliberal Geld zu verdienen - auch viel Geld.
Im Gegenteil, neoliberal ist jemand für 1 € arbeiten zu lassen.
Neoliberal ist meist (nicht zwingend) was danach mit dem Geld passiert. Neoliberal sind Zinsen und die damit untrennbar verbundenen Zinseszinsen. 7,2% pro Jahr - Ackerman würde dafür nicht aus dem Bett steigen - bedeuten eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals innert 10 Jahren.
Ein Milliardär der 1 Milliarde zur Bank gibt und dafür 0,1% !!! Zinsen erhält, bekommt nach einem Jahr Nichtstun so viel, wie die meisten deutschen mit 40 Jahren Arbeit nicht verdienen können!
Nämlich eine Million Euro. Es sind nicht mehr so wirklich viele deutsche die im Monat 2000 € NETTO verdienen. Und die arbeiten für eine Million eben über 40 Jahre lang. Mehr noch, sie zahlen obendrein noch die Million die der Zinsnehmer (Milliardär) erhält - so ist das.
Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber - sagt der Volksmund.
Und was macht die Menschheit? Sie wählen nicht nur ihre Schlachter, SIE MACHEN SIE AUCH NOCH REICH UND BEZAHLEN SIE OBENDREIN NOCH für's Schlachten. Das ist so ungefähr die 19fache Potenz von dümmsten....
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