23/09/2011 11:05
«Reiche hoch besteuern und Verantwortung für Schwache übernehmen»
Wenn er nicht beim Bergbauern aushilft, macht sich Jungpolitiker Lucien Palser Gedanken über Naturschutz, Ernährungssouveränität und marxistische Arbeitsmoral.
»






Diskussion
:-)
Tagsüber träume ich nicht. Da bin ich 60 Stunden pro Woche mit meiner Produktionsfirma beschäftigt, damit ich meinen Mitarbeitern einen fairen Lohn mit allen sozialen Abgaben, plus Gewinnbeteiligung, Bonus und Teuerungsausgleich zahlen kann. Dabei erzeuge ich genau das Steuersubstrat, damit die Rotgrünen ihre Tagträume - hoffentlich nur den realen, nicht den imaginären Teil - verwirklichen können. Diese Haltung nennt man glaubs liberal...;-)
P.S. Manchmal habe ich tatsächlich Tagträume: wenn der FCB so spielt, wie letzten Mittwoch, träume ich von einem Sieg im Old Trafford gegen Manchester United...;-)
..bis auf die höchst zweifelhafte Vorstellung vom FCB,der Manchester United jemals schlagen kann :-D
"...damit ich meinen Mitarbeitern einen fairen Lohn mit allen sozialen Abgaben, plus Gewinnbeteiligung, Bonus und Teuerungsausgleich zahlen kann."
Huch, sollte es tatsächlich noch solch philanthropisch altruistische Unternehmer geben?
60 Stunden hier, 60 Stunden in der Firma, daß ist schon ein heftiges Programm. Kein Wunder, daß Du den Schlaf (miß)brauchst um den rothaarigen irdischen Genüssen nachzukommen...
:-)
Ähm, sollte ich mal Arbeit suchen, wäre es mir eine Freude, Deine positiven Eigenschaften zu genießen.
:-)
Und im Norden (auch Dunkeldeutschland geheissen) ist man ja dem grünen Sozialismus schon ein bisschen näher als bei uns, da fällt das einem schon fast nicht mehr auf, gell swissi ….
Natürlich kann man ganz ohne Klischees und Vorurteilen ein Grundlohn von – sagen wir CHF 5‘000.—pro Monat - für alle fordern und wer Lust hat , widmet dann sein Leben dem Naturschutz oder es gibt hie und da noch ein paar Selbständige wie Frenk und mich, die dann 60 h pro Woche arbeiten damit die übrigen über die bei uns eingezogenen Steuern ihr Grundgehalt bekommen können, gell …..
90° weiter rechts, im Osten befindet sich Dunkeldeutschland. Nördlich sitzen die OSTfriesen und andere verschlafene. :-)
Mit Hilfe der Mäeutik könnte ich Dich jetzt zu Selbstkenntnisgewinn führen. Das allerdings bedingt eine andere - ich sagte es bereits mehrfach - Forumsstruktur, da in einem durchgängig geschriebenem Forum ab einem gewissen Beitragsaufkommen nur noch eines herrscht - Chaos und Unübersichtlichkeit.
Ich hatte letztens einen kurzen und uninteressanten Mailverkehr mit einem Autor der NDS, der in einem Artikel das Zins- Zinseszinssystem hoch-gelobt hat. Der Gutste hat es nicht mal geschafft über eine von mir gestellte einfache Frage nachzudenken, obwohl ich mit ganz einfachen und wenigen Worten zuvor erklärt hatte, daß ein Zinseszinssystem IMMER - wie hunderte Zusammenbrüche empirisch beweisen - ein Verfallsdatum hat.
Ich hatte ihm folgende Frage gestellt:
Warum sollte ein zinsloses System nicht funktionieren?
Die Antwort darauf war eine Frage.
Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?
Meinerseits folgte dann noch eine kurze Remail mit der Aussage das ich sogar verstanden hatte was ich von ihm gelesen habe...
Nach diesem kleinen Anekdötchen nun die Frage an Dich - und die gesamte Menschheit.
Welch-e guten Gru(e)nd-e gibt es, einem arbeitenden Menschen nicht 5.000 SF p.M. zu zahlen, ohne das dabei dem Unternehmer (Dir) ein Nachteil - gemessen am momentanen Iststand - entsteht?
Zuerst noch meine hinterhältige Feststellung, dass für mich Dunkeldeutschland am Rhein beginnt, aber lassen wir das …
Bezüglich Unternehmer und Grundgehalt lässt sich mal festhalten, dass es in der Schweiz ausnehmend viele KMU’s (kleine und mittlere Unternehmen) gibt. Ich selbst gehöre zu den Mikro-KMU’s , d.h. ich habe (mich selbst eingeschlossen) weniger als 3 Vollzeitstellen. Solche wie mich gibt es hier viele, schwerpunktmässig sind das Handwerker und Dienstleistungsbetriebe. Steuern zahlen wir mindestens doppelt (sowohl als Einzelunternehmer wie als Privatmensch), aber ich glaub trotzdem nicht, dass sich davon mehrere Grundeinkommen à CHF 5‘000..-- finanzieren liessen, den der liebe Vater Staat ist äusserst ineffizient und muss Zehntausende an eigenen Staatsangestellten entlöhnen (bei denen ich nicht immer weiss, was die so machen, den ganzen Tag lang…). Kurzum: Deine Rechnung geht ganz sicher nicht auf ….
Auch funktionieren zinsfreie Darlehen ganz gut, im engen Familienkreis …. Etwas ausserhalb wird’s meist schwieriger, aber falls du jemanden kennst, der zinsfreie Darlehen gewährt, bitte sende mir umgehend seine Adresse … ich hätt da so ein paar gute Ideen …
Du hast meine Frage gelesen und - ist ja nicht schwer - auch richtig verstanden.
Was Du nicht gemacht hast, Du hast beim Nachdenken darüber Deine Dir von Kindheit an oktroyierten Denkschemata dabei nicht verlassen. Das macht übrigens niemand, mit Ausnahme der Menschen die sich ganz bewusst dafür entscheiden und von denen müssen sich viele auch immer wieder bewusst zum Andersdenken zwingen. Deshalb nun die nächste Frage auf dem Weg der Mäeutik.
Übrigens ist ein Nullzinssystem in der Geschichte und auch heute nichts neues. Japan hat Jahrzehnte nicht nur eine Nullzinspolitik gefahren, sondern teilweise sogar einen Minuszins "erhoben" - das nur am Rande.
Zur weiterführenden Frage. Du stellst die Finanzierung vornan. Finanziert wird wie alles und immer von Menschen. Wenn die Aussage stimmt, oder wir sie zumindest als Faktum akzeptieren, - weil tatsächlich finanziert ja die Natur alles und somit auch den Mensch - dann stellt sich die Frage warum es so ist wie es ist, wer hat das so gemacht oder bestimmt, und warum sollte es nicht funktionieren wenn ALLE Menschen über einen Minimunreichtum für Arbeit im Sinne von 5.000 SF p.M. verfügen könnten?
Und mit Verlaub 2: Mit Mäeutik befass ich mich nicht. Aber meine Lebenserfahrung hat mir gezeigt, dass es Praktiker und Theoretiker gibt. Die Praktiker sind Leute wie ich. Die Theoretiker brauchen Kanzeln, Schulpulte, Katheder oder ganz früher, der Sokrates, ein Fass ….. ;-)))
Ich will dir deshalb nicht weiter in der Sonne stehen und wünsche dir viel Glück beim Finden einer Institution, die dir ohne Gegenleistung und monatlich einen Grundlohnlohn von CHF 5‘000.— schenkt.
Das Dir ein Fehler unterlaufen ist, möchte ich Dir nicht zugestehen. Warum also gibst Du im letzten Absatz etwas wieder, daß ich an keiner Stelle proklamiere?
Ich sprach weder von Grundlohn und schon gar nicht von geschenkt. Ich spreche von Arbeit und der dazugehörigen gerechten Minimumentlohnung um ein wenigstens pekuniär halbwegs sorgenfreies Leben führen zu können. Das sollte JEDEM Erdenbürger als Grundrecht zugestanden werden - finde ich.
Aber diese Diskussion hier zeigt wieder einmal deutlich, dass es sehr schädlich ist, PRODUKTIVE Arbeit zu leisten. Da werden die "Dunkeldeutschen" jenseits des Rheines (die Sausschwobe, Spätzlefresser und Häuslebauer), bis hinauf, an die Nordsee, wegen ihrer Arbeitswut zitiert und auseinandergenommen ... nur die Bayern kriegen nichts ab ... und warum? Die tanzen Schuhplattler, heben Bier-Krüge und riskieren, hin und wieder, einen Blick auf das "Holz vor der Hütten", von der Serviertochter . Vorstehendes sind lukrative, anständige, ehrenwerte und total unproduktive "Beschäftigungen".
Lieber Frenk ... die Rothaarige, von der Du da träumst, was tut die produktives? Nichts! Je unproduktiver sie Dich anhimmelt, umso herziger findest Du sie! Stell Dir einmal vor, die würde sich abrackern, putzen und schrubben, dann würdest Du schleunigst von solchen Träumen absehen und nur noch von Deinem angetrauten Hausdrachen träumen!!!!!
Grundlöhne für irgendetwas werden dauernd unterlaufen, da gibt’s hundsgemeine Profiteure, aber das können wir bestenfalls in unserem eigenen Vorgarten noch einigermassen kontrollieren, aber ausserhalb ist fertiglustig ….
Grad EU und Personenfreizügigkeit bieten riesige Lücken in ihren Maschen und da wird gnadenlos durchgeschlüpft (ich vergess nie mein allererstes Wochenende in Griechenland, wo Baumaschinen LKW‘s, Betonpumpen und Baukrane voll ausgelastet sind, unter der Woche stehen die mehrheitlich still …). Wenn es um Arbeit, Löhne und Gerechtigkeit geht, sind Denkmodelle zwar schön und Gesetze und Verordnungen auch, aber die werden umgangen, bevor die zu Ende gedacht oder auf staatl. Papier gedruckt sind (..und liebe Griechen: Nehmt mir die Erwähnung bitte nicht übel. Freunde sagen mir, die Österreicher, Franzosen und selbst die Deutschen hätten in Sachen Schwarzarbeit, Schattenwirtschaft und ähnlichem euch bereits überholt!)
@ brainstuff: Nur weil in Bayern ein paar Tschutten können und ein paar andere Autos zusammenschustern tun tun, gehören die vollumfänglich zu „meinem“ Dunkeldeutschland …. sorry, gell …
Wer beispielsweise über Zinseinkünfte von mehr als 40.000 € verfügt,gilt landläufig als reich.
Diese Person hat's also nicht nötig irgendwem den Allerwertesten zu lecken,um seine Kreditwünsche zu befriedigen.
Verantwortung für sein Tun und Handeln,trägt jeder für sich selbst.
Warum sollte ich meine finanziellen Verhältnisse offenlegen,nur um den ständig klammen Lemmingen zu beweisen,daß alles mit rechten Dingen zu geht..in meiner Firma und ihnen aufrichtig zu beteuern,daß ich alles durch meine Risikobeteitschaft und meinen Fleiß erworben habe :-)
Ich bin,ich war und werde nie fleißig sein,jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne.
Steuern zu erheben ist schon unmoralisch genug und ich werde alles tun,um so wenig,wie möglich davon zu entrichten.
Das Steueraufkommen eines Volkes wird zweckentfremdet..die Wohltaten des vermeintlichen Sozialstaates werden willkürlich
genutzt,in erster Linie von den schlechten Verwaltern selber,um sich die eigenen Taschen zu füllen,danach werden Subventionen an die gezahlt,die eigentlich keine benötigen,um ihre schlechte Betriebsführung noch zu fördern und der klägliche Rest wird mit der Gießkanne über die sozial Schwachen geschüttet,wer immer auch das ist.
In einer wirklich freien kapitalistischen und liberalen Gesellschaft wäre das nicht nötig,denn wer über einiges Vermögen dann verfügt,ist auch bereit damit für wirklich Schwache und Bedürftige einzustehen.
Insofern ist das Statement des Jung-Politikers der Grünen nichts weiter,als purer Populismus,der der allgemeinen,schlechten Volksmeinung Vorschub leistet und den einzigen Ehrgeiz dieser Leute wiederspiegelt,so schnell als irgendwie möglich die politische Karriereleiter zu erklimmen,um sich im Zeitraffertempo die eigenen Taschen zu füllen..das ist natürlich meine persönliche
Meinung von der sogenannten Demokratie,die eigentlich keine ist und deren Erosion wir jetzt erleben.
Es mag sein,daß es im Musterländle der Demokratie noch etwas,um Nuancen nur,besser läuft..aber das Ende ist absehbar,ob wir zu den Realitätsverweigern,wie die stumpfe Masse gehören oder zu den Wissenden..das Ergebnis ist gleich.
Melden Sie sich an oder loggen Sie sich ein, um an der Diskussion teilzunehmen.