25/10/2011 10:02
Blutrünstige Redaktionen
Seltsame Sitten: Am Montag publizierte der «Spiegel» in seiner Hausmitteilung eine Foto, die zeigt, wie eine Redaktorin neben der auf einer Matratze aufgebahrten Leiche Ghadhafis posiert. Ein Erinn... »







Diskussion
"Je moralischer die Argumentation zur Rechtfertigung eines Krieges ausfällt, desto angewiesener ist die kriegführende Seite auf ein überzeugendes Feindbild, daß der Bevölkerung präsentiert wird. "Der moralische Krieg braucht seinen Sündenbock." Einseitige, gar tendenziöse Moralisierung kommt also einer partikularen Interessenpolitik zugute. Die Medien bieten hierbei geeignete Instrumentarien, ein stimmiges Feindbild zu konstruieren. Im Zeitalter der Medien sind "moralische Gefühle" sehr leicht im großen Maßstab zu instrumentalisieren, wobei darauf hinzuweisen ist, daß es sich nicht um einen reinen Manipulationsmechanismus handelt, sondern schon viel eher um einen "Zirkel von Manipulation und rückwirkendem Bedürfnis", den Horkheimer und Adorno allgemein der Kulturindustrie zuschreiben." [Marcus Hawel, AG Friedensforschung]
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