11/04/2008 09:46
Zwischenzeit (3): Wo Rechts und Links Ästhetik werden
Wer polarisiert, triumphiert; «grosse Vereinfacher» sind denn gefragt; solche, die die Welt aufs Nötigste reduzieren, soweit, als bloss nottue, wer von unsrem Tellerchen nasche und wen wir zum Feind auserwählten.
VON DAVID BERGER
Doch mir ist die politische Polarisierung verödet, nicht weil allgemein aller Politik verdrossen, sondern weil die beiden ganz extremen Parteien inhaltlich grösstenteils kongruent, also deckungsgleich sind; allein eine Form könnte man, so wolle man, noch differenzieren: allein eine Ästhetik der Politik, und sodann wäre Politik endlich eine Frage des schlechten Geschmacks.
Kurioserweise stellt beispielsweise sowohl die Partei der Arbeit (PDA) wie auch die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) die unselige Systemfrage, ob also der Kapitalismus zu überwinden oder mindestens zu zähmen sei; denn beiden scheint, als dehumanisiere der Kapitalismus die Gesellschaft: den Linken die soziale Solidarität, den Rechten die solidarische Volksgemeinschaft. Ebenso befürworten beide Parteien, dass die Umwelt geschont und geschützt werden müsste, bloss sind wiederum die Motive anders: wohingegen die PNOS die (landwirtschaftliche) Abhängigkeit vom Ausland reduzieren möchte, will die PDA schlicht und einfach die Welt retten.
Der Linke thematisiert immer dasselbe: den bösen Rechten; der Rechte genauso: den netten Linken; symbiotisch scheinen denn sie verwachsen, der eine bedarf des andren der Selbsterhaltung und der öffentlichen Abgrenzung willen; sie neutralisieren sich geradezu dialektisch, doch zur eigentlichen Synthese, Ziel jedweder Dialektik, gelangen sie nie; vielmehr dünken sie «aufgehoben» im zweifachen Sinne. Bedauerlich. Wohl deswegen, weil beide ahnen, dass kaum etwas Existenzielles sie trennt, berufen sich der Form und des Stils, den sie gegenseitig als minderwertig schelten; Politik ist seit den 90er bloss noch eine Debatte der Form, der Ästhetik und des Stils.
Ungleich werden die Rechten und die Linken trotzdem behandelt, besonders von der Öffentlichkeit, die jederzeit giert nach purer Empörung. Obschon beispielsweise die PNOS alternative medizinische Heilmethoden, ein rigides Tierschutzgesetz, den Ausstieg aus der Atomenergie, eine staatliche Einheitskasse fordert, theoretisch die ewigen Klassiker der Linken, ist die Rechte, gleichgültig wann, wo und wieso, immer dämonisiert; spätestens, als allgemeine Argumente mangeln, als nationalsozialistisch diskreditiert, wobei umgekehrt: Ideen, die den Linken «entstammten», seltenst mit stalinistischen parallelisiert werden.
Doch man traut sich kaum die armen Rechten zu bemitleiden, auch wenn die Ungerechtigkeit nicht zu verbergen ist. Ich aber bezichtige die Linken dessen, dass sie das «Böse» alleinig den Rechten gewähren. Das Böse fasziniert und verzaubert denn, also dürften die Linken nicht maulen, insofern den Rechten Aufmerksamkeit zufällt, der sie eigentlich gar nicht würdig wären. Bekanntlich ersehnt hauptsächlich die Öffentlichkeit das «Böse», das Böse erregt denn immer. Und als das Böse zusätzlich tabuisiert ist, dürfen wir nicht entsetzen, vor allem der Linke nicht, falls Jugendliche Hitler salutieren so wie üblich und verboten.
VON DAVID BERGER
Doch mir ist die politische Polarisierung verödet, nicht weil allgemein aller Politik verdrossen, sondern weil die beiden ganz extremen Parteien inhaltlich grösstenteils kongruent, also deckungsgleich sind; allein eine Form könnte man, so wolle man, noch differenzieren: allein eine Ästhetik der Politik, und sodann wäre Politik endlich eine Frage des schlechten Geschmacks.
Kurioserweise stellt beispielsweise sowohl die Partei der Arbeit (PDA) wie auch die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) die unselige Systemfrage, ob also der Kapitalismus zu überwinden oder mindestens zu zähmen sei; denn beiden scheint, als dehumanisiere der Kapitalismus die Gesellschaft: den Linken die soziale Solidarität, den Rechten die solidarische Volksgemeinschaft. Ebenso befürworten beide Parteien, dass die Umwelt geschont und geschützt werden müsste, bloss sind wiederum die Motive anders: wohingegen die PNOS die (landwirtschaftliche) Abhängigkeit vom Ausland reduzieren möchte, will die PDA schlicht und einfach die Welt retten.
Der Linke thematisiert immer dasselbe: den bösen Rechten; der Rechte genauso: den netten Linken; symbiotisch scheinen denn sie verwachsen, der eine bedarf des andren der Selbsterhaltung und der öffentlichen Abgrenzung willen; sie neutralisieren sich geradezu dialektisch, doch zur eigentlichen Synthese, Ziel jedweder Dialektik, gelangen sie nie; vielmehr dünken sie «aufgehoben» im zweifachen Sinne. Bedauerlich. Wohl deswegen, weil beide ahnen, dass kaum etwas Existenzielles sie trennt, berufen sich der Form und des Stils, den sie gegenseitig als minderwertig schelten; Politik ist seit den 90er bloss noch eine Debatte der Form, der Ästhetik und des Stils.
Ungleich werden die Rechten und die Linken trotzdem behandelt, besonders von der Öffentlichkeit, die jederzeit giert nach purer Empörung. Obschon beispielsweise die PNOS alternative medizinische Heilmethoden, ein rigides Tierschutzgesetz, den Ausstieg aus der Atomenergie, eine staatliche Einheitskasse fordert, theoretisch die ewigen Klassiker der Linken, ist die Rechte, gleichgültig wann, wo und wieso, immer dämonisiert; spätestens, als allgemeine Argumente mangeln, als nationalsozialistisch diskreditiert, wobei umgekehrt: Ideen, die den Linken «entstammten», seltenst mit stalinistischen parallelisiert werden.
Doch man traut sich kaum die armen Rechten zu bemitleiden, auch wenn die Ungerechtigkeit nicht zu verbergen ist. Ich aber bezichtige die Linken dessen, dass sie das «Böse» alleinig den Rechten gewähren. Das Böse fasziniert und verzaubert denn, also dürften die Linken nicht maulen, insofern den Rechten Aufmerksamkeit zufällt, der sie eigentlich gar nicht würdig wären. Bekanntlich ersehnt hauptsächlich die Öffentlichkeit das «Böse», das Böse erregt denn immer. Und als das Böse zusätzlich tabuisiert ist, dürfen wir nicht entsetzen, vor allem der Linke nicht, falls Jugendliche Hitler salutieren so wie üblich und verboten.







Diskussion
Sobald der Autor genest, wird er sicherlich des Themas nochmals sich annehmen: Politik als reine Ästhetik.
gehört der herr berger jetzt hier zu den hauskolumnisten?
Als ich angefangen habe zu lesen, freute ich mich über ein gutes Thema und einen langen Text. Nur war der auch viel zu schnell wieder zu Ende.
Einige Beobachtungen teile ich auch. Bei uns gab es zum Beispiel mehrere Veranstaltungen mit Titeln wie "Rap gegen Rechts", "Rock gegen Rechts" (Ich plane demnächst ein "Aufstehen gegen Rechts...). Jedenfalls wären solche Partys unmöglich, wenn sie "Rock gegen Links" heissen würden.
Man muss gar nicht so weit nach links und rechts schauen, um an der Polarisierung schon fast zu verzweifeln (oder mindestens genug davon zu haben).
Beide Seiten spielen geschickt mit Gefühlen; an erster Stelle muss der Sozialneid herhalten.
Während die Linken auf die "Reichen" schiessen (ohne diese Gruppe je zu definieren, und je nach Bedarf die obere Mittelschicht dazuzählen oder nicht), die "abzockenden Manager" verteufeln (als ob jeder Manager ein Ospel oder Ackermann wäre) oder generell über die Arbeitgeber herziehen (nach dem Motto: Arbeitnehmer = gute, ausgebeutete Menschen, Arbeitgeber = böse, ausbeutende Menschen), ziehen die Rechten über die "Sozialschmarotzer" (weil jeder, der IV oder Sozialhilfe bezieht grundsätzlich den Staat und damit mich als Steuerzahler bescheisst), die "kriminellen Ausländer" (weil jeder Ausländer kriminell ist und ausgeschafft gehört) oder die "Linken und die Netten" her (weil diese auf der Seite der Sozialschmarotzer und Ausländer stehen).
Für mich ist beides genau gleich verwerflich, weshalb ich mich vor Jahren mit meiner Partei (SP) überworfen habe und ausgetreten bin. Ich finde dieses Ausspielen von Menschen gegeneinander grässlich, die Schlagworte nerven (auf beiden Seiten).
Und so habe ich es mit dem Autor dieses Artikels: Mir ist die polarisierende, diese vereinfachende Schlagwortpolitik verleidet, mehr noch: sie hängt mir zum Hals raus.
So, jetzt können wir den Thread aber langsam weider zum Thema zurückbugsieren, OK?
Deshalb sollten wir geeint unsere Stimmen anderen, kleineren Parteien geben.
Denk bitte bei den nächsten Wahlen dran.
Polarisierung verunmöglicht oder erschwert zumindest ein gemeinsames Lösungfinden.
Wieso werden die Bürger ständig für dumm verkauft?
Mir ist doch egal, welche Partei gewinnt.
Ich will Lösungen sehen und zwar in den Themen, die mich und/oder die Mehrheit beschäftigt.
Ist das so schwirig zu verstehen?
Und dass sich die hauptsächlichen politischen Strömungen in der politischen Ausgestaltung der Parteien allenfalls nicht überall unversöhnlich frontal gegenüber stehen, betrachte ich als Bürger dieses Landes eher als Glück, als dass ich es beklagen würde. Und wenn die SVP sich den Schaum vor dem Mund abwischt können wir ja vielleicht auch wieder zur schönen Praxis der notwendigen Mehrheitsbildung durch Mehrere übergehen, zu der in unserem Politland verpflichtet ist, wer wirklich etwas bewegen will. Von uns Bürgern darf erwartet werden, dass wir so weit auf die Inhalte achten, dass wir die Demokratie auch verdienen, in der wir leben.
Links und rechts im Ergebnis gleichgeschaltet darstellen zu wollen, spielt aber höchstens zusätzlich den Stil-Euphorikern der politischen Auseinandersetzung in die Hände - obwohl genau dies am Anfang moniert wird: Dass nur noch die Form zählen würde.
Die Verunglimpfung von Links und Rechts in Zerrbildern und deren Unsinnigkeit wäre ein schönes Thema für einen Artikel - leider geht er im Wust aller Gedankenfetzen unter, bevor ich ihn irgendwo in meinem Kopf fest machen kann. Da hat @Zappadong mit Ihrem Kommentar diesen Aspekt mit einfacheren Worten zielsicher auf den Punkt gebracht.
Was erwartet David Berger eigentlich von den Parteien?
Er führt die Umweltpolitik als gemeinsames Ziel an, mit verschiedenen Wegen der Umsetzung - gerade darin findet sich doch die Polarisierung!
Mir kommt der Artikel vor, als wäre er nur um seiner selbst geschrieben worden, sorry.
Zum Thema Impressum und Layout: ich schätze es enorm, dass hier auch das visuelle Erscheinungsbild einen hohen Stellenwert einnimmt!
Zitat: "Wer die Parteiprogramme von SP und SVP liest, kann nun wirklich nicht im Ernst behaupten, die Programme wären deckungsgleich."
Natürlich sind sie nicht deckungsgleich. Was ähnlich ist (nicht deckungsgleich; die SVP ist der SP in dieser Hinsicht wohl noch eine Nasenlänge voraus) ist das Ausspielen der Menschen gegeneinander. DAS mag ich nicht. Ideen und Absichten mögen noch so gut sein: Wenn man sie nur noch an und unter die Leute bringt, indem man an diffuse Neidgefühle appelliert oder Ängste schürt, dann ist das der falsche Weg.
Beispiele für Neidkampagnen:
SVP: Sozialschmarotzer ("Warum bekommt jener, der nicht arbeitet, mehr als du, Büezer?)
SP: Reichtunm ("Wer hat, dem wird gegeben, und du, lieber Büezer, bleibst auf der Strecke. Wirst nie im eigenen Häuschen wohnen, wie diese privilegierten Hausbesitzer.)
Beispiele für Angstkampagnene:
SVP: Ausländer ("Eines Tages, wirst du, Büezer, deinen Job an einen Ausländer verlieren und der Islam wird rücksichtslos über dich hinwegrollen, während du ohne Geld auf der Strasse stehst.)
SP: AKWs ("Siehst du das Flugzeug, wie es ins AKW donnert? DAS passiert, wenn du nicht Nein sagst zu AKWs)
Diesen Kampagnen (von beiden Seiten) sind entsprechende (Abstimmungs- / Wahl-)Plakate gemein.
Zitat: "Die Verunglimpfung von Links und Rechts in Zerrbildern und deren Unsinnigkeit wäre ein schönes Thema für einen Artikel "
Deshalb mag ich ja den Artikel. Weil er immerhin Ansätze zu dieser Diskussion liefert. Weil ich finde, dass wir tabulos sowohl über die Schlagworte von rechter Seite wie auch die Schlagworte von linker Seite diskutieren sollten.
Zitat: "Und wenn die SVP sich den Schaum vor dem Mund abwischt können wir ja vielleicht auch wieder zur schönen Praxis der notwendigen Mehrheitsbildung durch Mehrere übergehen, zu der in unserem Politland verpflichtet ist, wer wirklich etwas bewegen will."
Wenn sich die SVP den Schaum vor dem Mund abwischen würde, würde sie erkennen, dass sie eine Bundesrätin hat, die genau ihre Gedanken und Ideen vertritt - nur schafft sie es tatsächlich, diese Bundesrätin mit Schlagworten in eine Ecke zu treiben. Wenn die SVP den Schaum vor dem Mund abwischen würde, würde sie merken, wie viele ihrer Ideen, Vorschläge und Forderungen schon erfüllt sind in diesem Land.
Damit ist dieser Gedanke für mich aber noch nicht zu Ende gedacht. Ich wünsche mir auch von den Linken, dass sie endlich den Schaum vor dem Mund abwischt; nämlich jenen Empörungsschaum, den sie produzieren, wenn sie von den "Reichen", den "Abzockern", den "privilegierten Hausbesitzern / Rentnern usw." reden.
Zitat: "Von uns Bürgern darf erwartet werden, dass wir so weit auf die Inhalte achten, dass wir die Demokratie auch verdienen, in der wir leben. "
Diese Erwartungshaltung habe ich schon fast aufgegeben. Heute geht es vielen Politikern um Schlagworte, eingeladen werden in die "Arena", vertreten sein in der Zeitung und wenn möglich mit einem träfen Spruch oder einer aggressiven Provokation möglichst viele in helle Aufregung versetzen.
Ich würde aber tatsächlich gerne über INHALTE diskutieren, mich von Argumenten überzeugen lassen oder andere mit meinen Argumenten überzeugen. Im Moment empfinde ich diesen Wunsch als buchstäblich als reines Wunschdenken. Es zählt die Form, nicht der Inhalt. Vielleicht haben wir aber tatsächlich zur Zeit die Demokratie, die wir verdienen. Ich hätte trotzdem gerne eine andere.
Schlagworte sind mir auch ein Gräuel, solange nicht ich sie im Munde führe
besten dank für ihre Ausführungen.
Finde ich sehr gelungen.
Genau diese Provokationen nerven mich ebenfalls.
Eine Frage bleibt mir:
Muss man heutzutage provozieren, um aufzufallen?
mit verlaub: wie man etwas so simples und für ein medienprodukt essentielles wie ein impressum einfach weglassen und dann auch noch zugunsten anderer features zurückstellen kann, ist mir schleierhaft. zu einem medienprodukt mit professionellem anspruch gehört meiner meinung nach zwingend ein sauberes impressum und zwar vom ersten tag an. alles andere ist der bloggerszene vorbehalten ;-)
zum eigentlichen thread resp. seinem autor: euer neuer hauskolumnist ist mir als eigenbrötlerische und konstant schlecht gelaunte figur in der schweizer bloggerszene sehr wohl bekannt. seine wilde stimme ist laut, aber sie verhallt fast immer in einem unverbindlichen sowohl-als-auch-geschwurbel. eingebettet in eine destruktive und apokalyptische grundstimmung und dargereicht in einer völlig überkandidelten und verqueren sprachakrobatik, die eine überprüfung/replik der gemachten aussagen fast unmöglich macht. das kann er in seinem blog ungeniert bringen, dazu sind blogs u.a. da. jeder darf.
aber hier? dass dieser schräge vogel von facts als kolumnist angeheuert wird, wundert mich doch sehr. denn der hyperaktive jungspund ist weit weit weg von sowas wie qualitätsschreibe, sowohl inhaltlich wie auch sprachlich. er ist einfach nur schräg und sein staub, den er aufwirbelt, ist nur ein seriell aufgewärmter und pseudointellektueller hosenlupf, der letztlich niemanden wirklich ärgert geschweige denn freut. es ist einfach nur provokation und verbaler lärm.
david berger als neuer facts kolumnist ist ein redaktioneller schachzug, der mich an den unsäglichen profiprovokateur philipp tingler erinnert, damals beim gedruckten facts. auch der hat nur provoziert – und damit quote gebolzt.
Potz Blitz und Donner! Dasch Musig ....
Nietzsche wird von manchen als beinahe-Nazi gesehen, von anderen als letzter echter Philosoph der jüngeren Geschichte. Diese Ambivalenz zeigt sich, im kleineren selbstverständlich, auch in Davids texten. Es ist faszinierend, wie dieselbe Provokation, nämlich wirklich und nicht nur vorgetäuscht frei zu denken, immernoch dieselbe Verwirrung auslöst. Der Mensch ist und bleibt eben ein moralisches - und gerade in der Konsequenz daraus unmoralisches Wesen, wir töten, wer tötet, weil wir denken, es sei schlecht, zu töten.
@bugsierer: unten links gibts, seit der Aufschaltung dieser Plattform, einen Link "über FACTS", darin stehen mein Name und meine Telefonnummer, ich habe seit der Gründung von FACTS zahlreiche Kommentare geschrieben, Interviews gegeben und Texte veröffentlicht zu den Absichten und Inhalten von FACTS. Jeder FACTS-Mitarbeiter ist in seinem Profil als solcher markiert und jede FACTS-Kolumne (es sind zwei) wurde bei der ersten Ausgabe mit einem langen Erklärungstext eingeleitet. Ein vollständiges Impressum steht noch aus, wie in ganz vielen anderen Online-Medien, die Du kennst und die, wie FACTS, ein "Work in Progress" sind, also hör auf, so saublöd zu tun wegen diesem Impressum.
du brauchst mir auch nicht zu erklären, dass es unten links ein "über facts" mit deiner telefonnummer hat, denn ich bin hier seit anfang an regelmässig auf der plattform, habe als einer der ersten über euch geblogggt, verfolge den work in progress mit interesse, bringe mich ein und begleite das experiment mit viel wohlwollen. eigentlich.
aber wenn du mir in diesem rotzfrechen ton vorbeikommst, dann muss ich wegen dem fehlenden impressum grad extra noch viel blöder tun. dass du es so gereizt vom tisch wischst, finde ich journalistisch bedenklich und es erweckt den eindruck, dass dich das thema nervös macht.
ich will dir sagen, warum mich die impressumfrage so juckt:
mir ist erst letzthin aufgefallen, dass david bauer, der mit der dächlikappe, auch redaktor bei facts ist. ich dachte immer, das sei ein ganz normaler user. schön und gut, vielleicht hab ich auch seine einführung einfach verpasst. irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass er auch euro08-delegierter im hause tamedia ist. auch gut. selbst dann, wenn nur schwer zu erraten ist, was so ein delegierter genau macht. die frage ist einfach, ob diese funktion mit der eines redaktors harmoniert. ob der mann nun pfiffige debatten über dieses umstrittene event anreissen soll oder einfach nur funmassigen euro-traffic bolzen muss. bisher ist er eher durch letzteres aufgefallen.
ich möchte einfach wissen, mit wem ich hier diskutiere, ob mit einem user, mit einem redaktor oder mit einem sonstwie angeheuerten freelancer. wie ich vom rausgekickten exzessiv-kommentierer namens uertner erfahren musste, war auch er nicht einfach ein user, sondern ein bezahlter mitarbeiter von facts. bei ihm meinte ich immer, das sei ein schrulliger, aber liebenswerter intellektueller, der sich hier austobt. vor allem bei ihm hätte es deklariert gehört, immerhin beteiligte sich der gute fast an jedem thread und das oft in epischer länge.
nun, wen ihr hier als redaktor, moderator, kolumnist oder bezahlter komentierer anstellt, ist letztlich eure sache, aber ich möchte einfach wissen, wer welchen hut anhat. dafür wäre ein impressum wirklich ideal, herr kollege.
der vergleich von herrn berger mit den herren nietzsche und jünger überrumpelt mich nun doch etwas mehr als beim ersten mal durchlesen angenommen. ist das wirklich dein ernst? – wie auch immer, ich kenne die beiden letzteren herren nicht in allen details, ich weiss nur, dass sie im stande waren, einigermassen grade sätze zu formulieren. das ist bei herrn berger eindeutig nicht der fall, bei ihm ist in jedem dritten satz schon mal grammatikalisch irgendwas schepps. da von radikal durchbrochenen denkweisen zu sprechen, ist doch etwas zu viel des guten.
Schlussendlich stelle ich aber für mich fest: Dieser @bugsierer schreibt toll! Jeder Satz klar, ich kann alles verstehen. Bei David Berger habe ich das Gefühl, ich lese ein Orakel - da ging es ja auch um ausgebreitete Därme (bevor es den Kaffeesatz gab)
Ja, und jetzt bei der Bildungshuberei mit Jünger/Nietzsche musste ich nur noch lachen
@bugsierer: Du hast nach dem Impressum gefragt und eine rasche, freundliche und vor allem ehrliche Antwort erhalten. Dann hast Du nochmals mehr oder weniger dasselbe gefragt und nochmals eine Antwort erhalten, dann hast Du nochmals gefragt und meine Antwort kam etwas gereizt zurück, nach der 4. Nachfrage wurde ich nicht "rotzfrech", sondern einfach nur wütend. Ich kann nur dabei bleiben: FACTS-Mitarbeiter sind markiert, das Impressum hat sich verspätet, weil ich trotz mittlerweile gesundheitsgefährdendem Einsatz für FACTS nicht dazu kam, es zu organisieren.
Für FACTS arbeiten aktuell:
Ich, versuche möglichst viel zu tun, 40%
Evelina Bühler Lüscher, verantwortliche Redaktorin, 50%
Sabine Gysi, Moderatorin und Redaktorin, 20%
David Bauer, Moderator und Redaktor für das Thema EM 08, 20%
Wir haben versucht, die Person hinter dem uertner als Redaktor für FACTS zu gewinnen, das hat leider für uns überhaupt nicht funktioniert, deshalb mussten wir uns wieder von ihm trennen.
Gelegentlich versuchen wir neue Personen zu gewinnen, die arbeiten dann vielleicht einen Moment probehalber für uns, werden aber auch markiert.
Es schreiben zwei Leute völlig freiwillig regelmässig Texte für uns: David Berger und Thinkabout, wir freuen uns über diesen Einsatz.
Die EM 08 versuchen wir FACTS-like abzuhandeln, Du wirst sehen, was wir uns ausgedacht haben und kannst dazu gerne Deine Meinung sagen. Was Du bezüglich "EM-Beauftragter" David Bauer annimmst, davon weiss ich nichts, vielleicht antwortet David darauf, meines Wissens gibts in der Tamedia keinen EM-Beauftragten.
Bezüglich "Umgang mit den Usern": ich denke, wir tun recht viel für die User von FACTS und beantworten auch harte Nachfragen. Gerade deshalb wirst Du ein "ja, ich mache, Chef" aber nie von uns hören, sorry, da musst Du Dir andere "Soziale" Plattformen ansehen.
Wie gesagt: Das Projekt liegt mir sehr am Herzen, und entsprechend beschäftigt mich die aktuelle Situation. Zu David Berger, Dissident, Verwerter und Blogdenunziant und früher mal Herr Schrillmacher im Blogkritik-Journal kann man geteilter Meinung sein. Sie ist hier schon zum Ausdruck gekommen und ich möchte nicht in Verdacht geraten, einen Kollegen anzuschwärzen. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass man hier auf ihn auch deswegen gereizt reagiert, weil die Spuren, die er als 22-jähriger im Schweizer Blog-Netz schon hinterlassen hat, so zahlreich sind wie der Froschlaich in einem Waldtümpel.
Ich sehe durchaus das Problem, dass wenige Kolumnisten mit sehr aktivem Input diesem Portal auch schaden können. Wenn wir zu sehr polarisieren, schaffen wir ein pro und contra, das die Leserschaft spaltet und zu Abwanderungen führt. Und mit reiner Provokation Traffic anlocken ist ja nicht wirklich die Absicht, davon bin ich überzeugt.
Ich glaube, dass wir aus der aktuellen Diskussion alle die Aufforderung und Herausforderung der geraden Linie annehmen sollten: Wir müssen uns darum bemühen, erkennbar in unserem Tun zu sein (nicht berechenbar), und uns immer bewusst sein, dass ein Blogger vielleicht nur für sich schreibt, wir hier aber immer auch für die Leser schreiben. Nicht, um ihnen zu lobhudeln, sondern um sie abzuholen, wo auch immer sie stehen mögen.
@ Oliver:
Deine Reaktion, die ich aus Deinem persönlichen Engagement heraus zwar verstehen kann, will ich dennoch kontern, weil sie völlig falsch ist:
Wenn wir Reaktionen wie von @Bruder Bernhard, @Mara und dem @Bugsierer nicht erhalten, und zwar so deutlich, wie sie das auch sagen mögen, weil es ihre Stimmungslage trifft, dann können wir in kurzer Zeit einpacken und hier die Tore schliessen, oder jeden Thread mit dem Titel überschreiben: "Ich bin gut, du bist gut.".
Die Bemerkungen über die mangelnde Tranparenz der einzelnen Funktionen sollten wir ebenfalls ernst nehmen. Es ist zwar richtig, dass alle Informationen irgendwo zu erhalten sind, aber ein User, der nicht völlig süchtig am Facts-Infusionsfläschchen hängt, muss auch nach längerem Lesen nicht wissen, was die Funktion von Sabine Gysi ist. Wenn er eine Kolumne liest, so müssen wir nicht unbedingt von ihm erwarten, dass er voller Begeisterung zur ersten Ausgabe "taggt" und dort den Vorspann liest.
Konkret habe ich mir vorgenommen, den Kolumnen zukünftig eine kleine erklärende Fussnote anzuhängen.
@Oliver: Die stete Verbesserung ist der Feind des Guten, oder so ähnlich? Gerade ich finde, dass die bisherige Arbeit toll ist, und das habe ich Dir oft schon gesagt. Dennoch gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, und wir sollten gerade die Inputs zu Tranparenz und Userfreundlichkeit absolut ernst nehmen und nicht pikiert reagieren.
@David: Ich denke, Du weisst, dass ich das Heu nicht auf der gleichen Gedankenbühne einfahre wie Du, aber ich bin mir auch bewusst, dass die Heftigkeit der Reaktionen an Dir nagen kann. Was ich schreibe, versuche ich daraufhin zu überprüfen, ob ich es auch schreiben und denken würde, wenn ich aktuell so in der Schusslinie stünde.
Ich lerne, eine Generation älter als Du, auch erst gerade, mit Kritik umzugehen und tue mich - in viel weniger deutlicher Form geäussert - schon manchmal schwer damit, obwohl ich selbst rhetorisch durchaus lebendig sehr wohl austeilen kann. Auch wenn ich persönlich betroffen bin, muss ich mich an diesen meinen Aussagen messen lassen. Das ist mir sehr wohl bewusst.
1. Ich weiss nicht, ob es bei Tamedia einen Euro-Beauftragten gibt. Ich bin es jedenfalls nicht. Und wenn, dann würde es sicher nicht mit der Rolle als Redaktor konfligieren.
2. Ich bin als Redaktor für die Berichterstattung über die Euro 08 auf FACTS angestellt. Dass ich Redaktor bin, steht in meinem Profil, direkt neben der Dächlikappe. Und zwar seit dem Tag, da ich von "ganz normalen User" zum Redaktor geworden bin.
3. Mit pfiffigen Debatten Traffic bolzen, das ist mein Job hier.
Thinkabout stellt sehr interessante Überlegungen an über die Gratwanderung zwischen dem "Profiliertsein" und "Überprofiliertsein". So wie wir alle in der sich schnell ändernden Medien- und Kommunikationswelt die Balance finden müssen zwischen der "Infovöllerei" und dem "Infogourmet" (s. viralmythen), so experimentieren wir auch alle mit den Äusserungen und Umrissen unserer Online-Persönlichkeiten: Sind sie zu schwammig? Oder, im Gegenteil, nur noch polarisierend um des Polarisierens Willen?
Noch ein paar Worte zu meiner Person: Ich bewege mich seit ca. 10 Jahren beruflich im weitumrissenen Umfeld der (Online-)Kommunikation; zunächst in einem wirtschaftlichen, heute in einem kulturellen Kontext. Wer mehr über mich wissen will, sende mir einfach eine Nachricht, falls er nicht bereits zu Google gegriffen hat. Ich stiess zu FACTS (20%-Pensum), nachdem ich mich hier für eine ganze Weile unter einem Pseudonym herumgetrieben hatte, und im Gegensatz zu allen anderen News-Plattformen, Netzwerken und Diskussionsforen ist mir FACTS nie verleidet. So einfach ist das!
Seien wir ehrlich, ohne die Hartnäckigkeit des Bugsierers hätten wir jetzt diese Informationen über die Hintergründe der FACTS-Redaktion nicht. Ihren leicht genervten Hinweis auf das Impressum, welches Ihre Telefonnummer enthält, empfand ich als einigermassen unprofessionell - denken Sie wirklich, dass die 1000(?) angemeldeten User sowie alle Mitleser bei Ihnen anrufen sollen, um zu erfahren, mit wem sie es hier zu tun haben? Es ist ein Grundgebot bei jeder Publikation, dass ich die Bindungen im Impressum bei Interesse nachschlagen kann. Es mag Sie erstaunen - ich gehöre zu den Menschen, die diese Impressümer konsultieren.
Lustigerweise ist dieses jetzt ohne entsprechendes Design wunderbar informativ ausgefallen - es wird Ihnen sicher möglich sein, das irgendwohin zu CopyPasten.
Was finden wir gut, was nicht?
Die inhaltlichen Aspekte werden fortlaufend diskutiert. Hierzu könnte ich mir allenfalls einen Kolumnentext rund um die Fragen von Netzgemeinschaft, Diskussionskultur, Lenkung, Zensur, Loyalität, Transparenz, Dynamik, Interaktivität etc. vorstellen.
Ohne Oliver stressen zu wollen:
Gerade angesichts der beschränkten Ressourcen, die nicht nur der Keeper of the Facts hat, wäre es vielleicht ganz hilfreich, wenn in den Kommentaren eines separaten Artikels die Dinge aufgelistet werden könnten, die vielleicht klein sind, aber viel Wirkung haben könnten.
Wie zum Beispiel hier in der Kommentarfunktion den Umstand, dass eine Zeilenschaltung auch wirklich eine neue Zeile bedeuten würde. Etc.
Wie gesagt: Es sind Verbesserungen an einem guten Produkt, die nicht gewünscht würden, wenn es sich hier um eine belanglose Kiste handelte.
Ich schaetze die Identifikation der User mit der Plattform, aber machen und bezahlen und verantworten, muss das alles eben ein anderer.
Meine Mutter ist eine auesserst freundliche Coiffeuse. Aber zwischendurch muss sie halt auch eine Kundin mit nassen Haaren auf die Trasse stellen, wenn sie's zu bunt treibt. Es gibt viele Unterschiede zwischen einer Webseite und einem Coiffeurladen. Ein grosser Unterschied ist der: Webseiten sind gratis.
@Oliver: Mir scheint, Du hast da ein kleines Problem, und mit Verlaub, es manifestiert sich immer wieder, und zwar in einer From, die mir überhaupt nicht gefällt.
Bisher war ich geneigt, Deine zum Teil heftigen Reaktionen auf Deine besondere Liebe und das Engagement für das Projekt zurück zu führen. Jetzt hege ich den Verdacht, dass Dir bei diesen Gelegenheiten in unguter Weise die Erkenntnis abhanden kommt, dass Ihr am Schluss alles, was ihr hier tut, für die User macht. Und nie an ihnen vorbei. Egal, ob es gratis ist. Zusätzlich gebe ich zu bedenken, dass viele dieser Kleinigkeiten die Transparenz gerade für Besucher verbessern könnten, die nicht als User sondern als Leser vorbeikommen. Und bei denen fängt die ganze Geschichte ja an. Schlussendlich wollt Ihr damit Geld verdienen, und das bedeutet, dass das Resultat auch am Ende genau uns Usern gefallen muss. Wenn Du meinen Vorschlag oben liest, dann wirst du bemerken, dass da nix von Subito etc. steht. Sondern im Gegenteil Energie gespart wird, wenn mal für Euch sauber aufgelistet würde, was aus User-Kreisen so alles angeführt wird. Was Ihr wann und überhaupt macht, bleibt Euch überlassen.
Wenn Du sagst, dass Ihr alle selbst auch User seid und 99% der Probleme kennen würdet und Ihr Euch nur nervt, wenn sie immer mal wieder angebracht werden, dann lässt das für mich zwei Schlüsse zu:
Entweder
Ihr schliesst praktisch, bis auf 1% aller Möglichkeiten, aus, dass aus User-Kreisen überhaupt etwas kommen könnte, was Euren schon strahlend en Geist noch heller scheinen lassen würde
Und / Oder
Ihr habt ein schwerwiegendes und grundsätzliches Problem: Mangelnde Kommunikation. Die Zeit, den Usern und Lesern zu erklären, was Ihr tut und an was Ihr arbeitet, ist nie verlorene Zeit. Verwendet ein bisschen Energie darauf, transparent zu machen, mit was Ihr Euch beschäftigt und was Euch umtreibt, und Ihr werdet umgekehrt merken, dass sehr viel Goodwill da ist, kleine Bugs auch hinzunehmen.
Mit Verlaub kenne ich kein anderes Netzwerk, indem die User so konstruktiv mitdenken - und auch immer wieder durchblicken lassen, was sie gut finden. Es wird Zeit, dass Du daran auch mal wieder denkst.
1. Kennst Du ein Netzwerk, in dem die Macher so aktiv mitmachen? (Deshalb kennen wir 99% der Probleme: Wir kennen FACTS aus eigener Erfahrung, und wir kriegen enorm viel Feedback direkt von den Usern)
2. Kennst Du ein Netzwerk, das annaehernd so transparent ist wie dieses? In dem die Mache so direkt ansprechbar sind wie dieses? (ich verstehe Deinen Vorwurf nicht wirklich)
Vielleicht verstehe ich Dich ja auch falsch: Du forderst Du wirklich von uns, dass wir hier alles mit jedem diskutieren, alle Plaene offenlegen? Die Prioliste und das Budget mit den Usern absprechen?
Vielleicht liegt das Problem genau in diesem Beispiel und dem Luftholen zwischen Deinem Posting zwischen 15h49 und 16h23:
Jetzt erklärst Du Dich besser, und weil Du Dir nicht zu schade bist, den Hintergrund Deines Ärgers deutlich zu machen, kann ich Dich verstehen und Dir auch antworten:
zu 1)
Nein, ich kenne kein anderes Netzwerk, bei dem die Macher so aktiv dabei sind. Und das ist grundsätzlich äusserst positiv, weil es beweist, wie sehr man hinter dem Projekt steht. Das ist aber kein Freiläufer: Gerade, weil Ihr Euch einmischt, mitdiskutiert, ist es notwendig, über diesen Feedback zu reden und immer wieder zu demonstrieren: Ihr wollt nicht einfach nieder klopfend gegenargumentieren, sondern nachfragen, nicht niederschreien, sondern auch hinhören.
Zu 2)
Ich glaube, dieser Punkt ist genau ein Grund, weshalb hier immer mal wieder über die Form der Publikation gesprochen wird: Grundsätzlich hast Du auch hier recht. Ja, Ihr seid direkt ansprechbar und antwortet auch - alle - sehr schnell. Die Informationen sind auch zu erinnern - so man denn ein Afficionado ist und hier immer liest. Ist man nicht ganz so fleissig und legt man sich nicht eine sep. Textdatei per Copy and Paste zu, in der alle Absichten aufgelistet werden, so sind sie nicht abruf- bzw. auffindbar. Schon mal an so was wie ein begleitendes Blog gedacht?
Natürlich geht es nicht darum, Eure geheimen Projekte oder die Ideen auszuplaudern, die noch in ungelegten Eiern schlummern. Aber es gilt: Tue Gutes und sprich darüber. So, dass man ein Gefühl bekommt für die verschiedensten Aspekte, die Euch in Eurem Projekt begleiten. Meiner Meinung nach wäre das ein echtes Plus.
@ christoph: du stellst mich jetzt einfach als aufdringlichen miesepeter hin, weil ich auf die erste antwort eine zusatzfrage gestellt und damit ein gespräch/diskurs aufgegleist habe. was ist daran falsch? und nein, ich habe beim nachfragen nicht nochmals praktisch das gleiche gefragt, sondern meiner verwunderung darüber ausdruck gegeben, dass die aufschaltung eines richtigen impressums eine frage des designs sein soll. darauf habe ich von der verantwortlichen redaktorin evelina die antwort bekommen, ich solle mich an oliver wenden. was mich erneut sehr verwunderte, weil ein impressum doch in der verantwortung von genau dieser person/funktion liegt. – item, lassen wir das. kann ja jeder hier nachlesen, wie sich die debatte entwickelt hat.
@ david bauer: ich hab nochmals nachgeschaut, auf deiner website redest du von "facts.ch (projektleiter euro 08, seit april 2008)". okay, sorry, nicht "delegierter" oder "beauftragter", sondern "projektleiter". und in deinem facts-profil bist du "redaktor, facts 2.0". – ja, ich kenne das auch, die klare und einheitliche definition von funktionen ist mit tücken gespickt und kann zu missverständnissen führen. man muss dahinter nicht immer was böses denken, aber man kann, und darauf wollte ich hinweisen.
@ oliver: was deinen umgang mit usern anbetrifft, finde ich schon, dass da bei dir noch viel potential ist. als gast, user und kontentgenerator von facts bin ich immer wieder erstaunt, wie du hier unwidersprochen mit der schweren verbalkeule um dich schlägst. heute wirfst du mir vor, ich komme immer wieder mit methodischen belehrungen, du stellst mich als lästigen chefnörgler hin und behauptest unsinngerweise, ich würde immer alles per sofort verlangen. dann kommt in deinem letzten kommentar noch eine geschichte von deiner mutter, die als coiffeuse hin und wieder mal jemand mit nassen haaren auf die trasse stellen muss, wenn sie's zu bunt treibt – du meinst damit im übertragenen sinn natürlich mich. der hammer.
das ist alles ein wenig viel, insbesonderen nach eben der "geschichte", die du hier wieder aufwärmst. die geneigten leser mögen selber nachlesen, wie du dich dort geschlagen hast:
http://facts.ch/articles/469180-das-maga zin-ende-der-leserbeteiligung
http://facts.ch/articles/476354-das-maga zin-und-die-leserbeteiligung
ich habe es damals schon gesagt und sage es hier wieder: du bist ein brillanter denker und ein erfrischender geist im hause tamedia. aber debattentechnisch führst du dich auf wie eine mischung aus wildgewordenem pitbull und beleidigter diva. du teilst generell sehr heavy aus, aber wenn mal ein kleiner fliegenschiss an kritik an dich herankommt, dann appelierst du lauthals an deinen status als erfahrener webdesigner, verwahrst dich dagegen, dir irgendwelche tipps geben zu lassen, und stellst einen in eine zickig inkompetente nörglerecke, wo man eh grad gar keine ahnung hat. warum tue ich mir das eigentlich an?
nun, es macht heute ganz besonderen spass, mich mal wieder mit dir rumzuprügeln. immerhin hat sich – soweit ich das ohne impressum überblicke – schon fast die komplette facts-crew zu wort gemeldet, es fehlt nur noch der neue kolumnist. das ist doch schon mal bemerkenswert. offensichtlich ist das alles hier doch nicht so unwichtig. und offensichtlich sehen das mit deiner debattenkompetenz ein paar andere user auch eher skeptisch.
@ sabine gysi: gut, wenn sie mir schon so charmant attestieren, dass ich manchmal übers ziel hinausschiesse, dann kann ich das so stehen lassen, auch wenn ich das natürlich ganz anders sehe ;-)
nett finde ich aber vor allem, dass sie sich hier mit ein paar zeilen vorstellen. gute idee, ich werde sie demnächst mal googeln.
Gucken Sie hier: ich meine, ein bisschen zur Entspannung vielleicht.
"An Internet troll, or simply troll in Internet slang, is someone who posts controversial and usually irrelevant or off-topic messages in an online community, such as an online discussion forum, with the intention of baiting other users into an emotional response or to generally disrupt normal on-topic discussion."
Zur Erinnerung. Es ging Dir um einen Link zur Redaktionsseite. Wir haben gesagt: "Ist in Arbeit". Du sagst: "Ist in Arbeit reicht nicht. Muss subito gemacht werden." Chris wird (ausnahmsweise mal) wuetend. Ich werde sarkastisch. Ein Riesenspektakel. Ich erklaere mit aller mir uncharakterischen Ruhe, wie was warum. Langsam beruhigt sich die Sache. Du kommst zurueck und machst wieder Stunk gegen alle FACTS-Macher. Troll. Oder lieg ich da wiedermal voellig falsch und verstehe ueberhaupt nichts?
Ich kenne kein anderes Netzwerk, in dem die Macher konstruktiven Vorschlägen gegenüber so aufgeschlossen sind.
Ich denke die Kritik ist angekommen, und es ist angekommen, dass sie angekommen ist.
Durchschnaufen, :-)
Kamillentee anyone?
Hab ich schon mal irgendwo gelesen und schon da einen guten Tipp gefunden.
es gibt keinen ehrabschneiderischeren Vorwurf denn den des Trollens. "Durs Hösli schnuufe" ;-)
Einem Marathonläufer, der irgendwie ins Ziel kommt, ist jedes Nass willkommen. Geschafft!
Ich werde Sie sofort löschen.
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