14/04/2008 20:44
Die Würde der Petersilie
In der Schweiz halten wir es so, die Würde der Kreatur in der Verfassung zu verankern. Nicht nur herzige Lämmchen und knuddelige Eisbärchen haben Würde, sondern jegliches Getier und Pflanzen. Yep, ... »







Diskussion
Wert durch Liebe?
Es ist der blanke Hohn, die Heuchelei unserer Gesellschaft hat im Laufe der Zeit sogar meinen Zynismus zum Schweigen gebracht.
Da machen sich Gutmenschen Gedanken um die Würden von Petersilie und Schnaken.
Und in der unmittelbaren Nachbarschaft werden Kinder physisch und psychisch missbraucht und für ihr weiteres Leben zu seelischen Krüppeln gemacht.
dass solche entscheide einer ethikkommission auch einfluss auf spätere entwicklungen und entscheidungen im wissenschaftlichen diskursen - z..b. der gentechnik haben - ist mir völlig klar.
ABER: was ist mit genmanipulierten getreidesorten, mais zum beispiel? was ist mit treibhaus-gemüse? was ist mit tomaten, denen fisch-gene geimpft werden, damit sie langer haltbar sind?
welche ethik steckt denn da bitte dahinter...?
und was ist mit dem klonen von tieren? schaf "dolly" war der anfang, mittlerweile kann ich von meinem hund "klone" bestellen, wenn ich die nötige kohle dafür aufwerfe..!
und last but not least: was ist mit dem klonen von menschen? dass man menschjen-teile klopnt, zum zwecke der medizin und wissenschaft natürlich, ist ja bekannt. aber hat sich schon mal jemand gedanken dazu gemnacht, dass man auch ganze menschen klonen kann - und wahrscheinlich auch längst tut...?
Es gibt Kraut (petersilie gehört nicht dazu) das sich darüber verbreitet, gegessen und wieder ausgeschieden zu werden. Gewissen Pflanzen dient also der Mensch wenn er sie isst. :)
Wir greifen schon 1000 Jahre in die Evolution ein. Indem wir Tiere und Pflanzen züchten und so völlig neue in der Natur nicht vorkommende Arten schaffen. Jetzt da in der Schweiz ein Gesetz dazu zu schaffen ist überflüssig. Gibt wirklich schon genug.
Und ausserdem hat der Mensch bis jetzt schon so viele neue Arten geschaffen, ohne die Wertmassstäbe zu übrprüfen.
Funktionierts in der Natur anders?
Selektion und Züchten haben meiner Meinung nach also grundsätzlich nichts mit einem Eingriff in die Gene zu tun, sondern nur mit der (wirtschaftlichen?) Optimierung der vorhandenen Lebewesen.
Eine gentechnische Veränderung bedeutet aber, dass etwas neues künstlich geschaffen wird. Dem Mensch genügt die beste natürliche Variante nicht mehr, also beginnt er, an der Natur herumzubasteln. So gesagt: Die heutigen Getreidesorten wurden jahrtausendelang kultiviert und gezüchtet, sind natürlich oder "biologisch". Eine gentechnische künstliche Veränderung ist keine natürlich-logische Folge einer Entwicklung.
echt? ...also das habe ich nicht gewusst....
aber dass Galileo Galilei nicht desshalb zum tode verurteilt wurde, weil er sagte, dass die erde rund sei, sondern weil er sagte, dass sich die welt um die sonne dreht und nicht umgekehrt, dass hingegen schon ;).
womit wir wieder beim thema wären, dass der mensch seit jeher "gott" spielen wollte - und es auch zu allen zeiten tat und tut.
daran werden auch keine richtlinien irgend einer kommission etwas ändern - leider.
Es gibt keine übergeordnete Norm. Wenn der Mensch Teil der Natur ist, ist es auch sein handeln, egal welcher Ausprägung. Genaus klar ist aber auch, dass die Natur nicht für den Menschen da ist. Wir sind nur ein temporäres Produkt des evolutionären Zufalls. Die selbe Entwicklung wird dafür sorgen, dass wir früher oder später als Spezies aussterben werden wie jede andere Gattung auch, dass überhaupt all unser Handeln aus einer zeitlichen Perspektive von sagen wir mal ein paar zehntausend bis hunderttausend Jahren VOLLKOMMEN IRRELEVANT ist. Dieses ganze metaphysische Gedöns ist allenfalls rethorisch interessant. Reale Relevanz hat es nicht. Es sei denn es folgt dem einzigen wirklichen Handlungsgesetz, dem der Durchsetzung eigener oder partikulärer Interessen. Und diesen Verdacht zu hegen ist wohl nicht falsch, wenn auch hier in der Diskussion schon abgeleitet wird, dass dies den Rahmen für die Gentechnik setzen werde. Und BUMM schon sind wir halt wieder in der reinen Ideolgie, die sich einmal mehr das Mäntelchen des vermeintlich erkenntnisstiftenden Diskurs umhängt.
Zum vergessen...
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