08/02 16:47
AKW Mühleberg abgeschaltet
Im AKW Mühleberg im Kanton Bern hat ein Ausfall des Speisewassersystems zur Abschaltung des Kraftwerks geführt. Der Reaktor sei aber stabil, sagt die Mühleberg-Betreiberin. »
Im AKW Mühleberg im Kanton Bern hat ein Ausfall des Speisewassersystems zur Abschaltung des Kraftwerks geführt. Der Reaktor sei aber stabil, sagt die Mühleberg-Betreiberin. »
Diskussion
Wenn die Betreiber wenigstens ein wenig Verstand hätten, dann würden sie auch die Restwärme nutzbringend verwenden. Aber da fehlt jeder Verstand und nur das kurzfristige Profitdenken ist angesagt.
Ich bin es langsam leid, dass Menschen, die sich für Normalität einsetzen, zu Extremisten abgestempelt werden.
Die Leute, die in jedem Atomkritiker, einen Spinner sehen, antworten grundsätzlich niemals auf einfache Fragen, wie auf die Frage, WARUM erzeugt man, in Atomkraftwerken, soviel unnütze Wärme, dass man damit Flüsse aufheizen muss oder dass man diese Wärme in Kühltürmen "beseitigen" muss.
Wir sind inzwischen am Ende des Industriezeitalters angekommen ... die Zeit, wo man "zum Teufel komm raus" produziert hat und wo man den Abfall, in den nächsten See kippt, ist endgültig vorbei. Jede auch nur noch einigermassen sinnvolle Produktion sorgt dafür, dass alle Abfälle recycliert werden und dass alles, was nur möglich ist, wiederverwertet wird. Das reduziert die Kosten und erhöht den Profit.
Jeder auch nur einigermassen intelligente Kapitalist muss erkennen, dass es, in seinem eigenen Interesse ist, dass man dafür sorgt, dass alle Ressourcen ausgenützt werden und dass man nichts damit gewinnt, wenn man sich die Umwelt versaut.
Die Atomkraftwerke sind in der Regel nicht dort gebaut
worden, wo es viel zu heizen gäbe bzw. wo ein Fernheizverbund
existiert. Würde man die Abfallwärme doch dorthin transportieren
wollen, so wäre dies ineffizient (Wärmeverluste durch nicht ideale
Isolation der Transportleitungen und Energieverbrauch durch
Umwälzpumpen).
Das war bei den Kehrichtverbrennungen anders. Die wurden
noch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts dicht bei den
Bevölkerungszentren gebaut. Darum liessen sich diese später gut
für Fernheizzwecke umrüsten. Die Umrüstung bestand vor allem
in der Installation von grossen Ölheizzentralen, damit die Leute
bei längerdauernden Pannen oder nicht verschiebbaren
Revisionen nicht frieren müssen.
Es ist wie bei einer Atombombe ... enzelne abgeschottete Elemente machen nicht "bum". Erst eine Kettenreaktion ist wirklich effizient.
Wenn man ein Werk baut, was man in irgendeine abgelegene Ecke stellen muss, weil es sonst zu gefährlich ist, dann hat man schon einen Denkfehler.
Ausser Fernwärme gibt es auch noch andere Möglichkeiten, überschüssige Wärme, zu nutzen, damit sie nicht in die Umwelt abgegeben wird.
Letzte Woche hatte es einen Professor, von der ETH, im Fernsehen, der hat ein Haus, was mit Erdwärme geheizt wird ... der gute Mann hat aber offensichtlich, wie viele von seinen Kollegen, nicht die Vernetzung, mit anderen Leuten, die es ihm ermöglicht hätte, die unsinnige 350m Erdwärme- Bohrung, durch ein Verfahren, was eine Firma, in Konstanz entwickelt hat, zu ersetzen. Auch bei den AKW's hat man nicht nach besseren Lösungen, für die Abwärme gesucht, weil man proifitgier, an die erste Stelle gestellt hat und weil man zu dämlich ist, um die Vernetzungen zu verstehen..
Bestrebungen dies zu ändern., z.B.
http://www.factor10-institute.org/
Solange die Steuersysteme nicht von monetären
Bemessungsgrundlagen auf Resourcenverbrauchs-
besteuerung umgebaut werden, wird sich leider
nichts ändern. Mehr zu finden unter:
http://www.business.uzh.ch/press/uzhbi/W eizsaeckerNietzel_Interview.pdf
@brainstuff: Jawohl, vernetztes Denken wird kaum gelehrt
und leider noch weniger in der Praxis angewandt.
Eine grosse Systemvernetzung, ohne die Möglichkeit diese
ohne grössere Schäden dynamisch und kurzfristig zu
entflechten, kann sich allerdings auch negativ
auswirken. Deutlich zu sehen war diese Problematik in den
letzten Jahren bei den grossflächigen Störungen des
europäischen Elektro-Netzverbundes.
Oder aus aktuellem Anlass beim durch den Euro
geschaffene Abhängigkeitsnetz der EU-Länder.
Dort beraten Spezialisten hinter verschlossenen Türen,
ob und wie sich dieses Netz allenfalls von einzelnen
Ländern entkoppeln liesse.
Bei "Netzen" wie dem Euro, muss man aber auch manchmal, das "Netz" auskoppeln. Es ist geradezu absurd, dass der Wert einer Währung, von den lokalen Mauscheleien und Sauereien abhängt. Auch wenn es hier jetzt sicher einige Leute gibt, die mir nicht zustimmen, ist es doch so, dass der Schweizer Franken, nicht in Schwierigkeiten gerät, wenn die Stadt Zürich, oder irgend eine grosse Firma, bankrott geht.
Generell muss man Wirtschaft, Staat und Währung voneinander trennen. Die WIrtschaft muss kein Sozailamt ersetzen, sie muss profitabel arbeiten, der Staat muss sich, um das Soziale und die Umwelt kümmern und eine völlig unabhängige Organisation muss die Währung verwalten und ihren Wert garantieren.
Es ist nicht rentabel, dass man Währungen umtauscht. Zudem führt das zu Spekulationen. Ich will deshalb nicht zurück, in die Situation, vor dem Euro. Ich bin immer davon überzeugt gewesen (und bin es noch), dass Geldverschwendung, nicht sozial ist und keine soliden Arbeitsplätze schafft.
Auch unütze Verschwendung von Energie, schafft keinen Wohlstand, sondern Armut. Lokale Energieerzeugung reduziert "Leitungsverluste" und verhindert grossflächige Strompannen.
Ich habe lange Zeit in einer Skistation in den Alpen, auf 1200 m. ü. M. gelebt, wo die meissten Wohnungen mit Elektrizität geheitzt werden. Dort genügt ein Baum, der auf die Stromleitung fällt, um Menschen in Lebensgefahr zu bringen. Dort fangen jetzt einige Menschen an, umzudenken und zu begreifen, dass man redunante Systeme schaffen muss.
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