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Diskussion
214 Blog-Einträgen auf meinem Blog unkultur handeln genau 6 vom
Bloggen. Seltsamerweise finden aber hier nur diese Einträge
Beachtung...
Rappen dafür zu sehen? Auch Blogger leben nicht von Luft und Liebe,
sondern haben "nebenbei" noch einen Geldjob...
Nomen est Omen: Mit Vorliebe scheinen die "Metablogger" vor allem über sich selbst und ihre intellektuellen "Höhenflüge" zu bloggen. Bis auf absurdeste in Selbstdarstellungen und Abstraktionen verzerrt, hat das mit den Themen meist überhaupt nichts mehr zu tun und ist im Kern doch eigentlich nur noch nervtötend langweilig.
unkultur: Votez pour vous bedient alles andere als die Blogging-Sphäre. Wenn's Dich wunder nimmt, frag über eine Notiz an mich.
Aus meinem Blickwinkel wirkt die Schweizer Blogosphäre erstaunlich selbstreferentiell, das habe ich auch am BlogCamp (sic!) schon erwähnt und seltsamerweise mochte mir niemand widersprechen. Metablogging ist dabei keineswegs das Problem, jede junge Szene setzt sich zuerst einmal mit sich selbst und ihrer eigenen Identität/der Identität ihrer Mitglieder auseinander. Probleme sehe ich im
- - Niederknüppeln von Initiativen/Ideen anderer Blogger
- - Ausschliessen von Zaungästen und Gelegenheits-Kommentierern
- - aber vor allem im fehlenden Sendungsbewusstsein der meisten Blogger
Jeder Blog, und sei er noch so sehr als „Hobby“ definiert, verdient es, vermarktet zu werden. Blogger sollten das kleine 1x1 des Guerilla-Marketing im Web aus dem FF kennen und nutzen, um ihre Ideen aus dem sehr engen Umfeld der Blogosphäre mit ihren gegenseitgen Kommentiermechanismen hinauszutragen: wieso nicht jede Person, über die man bloggt, kurz kontaktieren, jeden Journalisten, dessen Artikel man kommentiert, kurz anschreiben, jeden Fotografen, dessen Bild man klaut mit einem Dankeschön beglücken? Aktionen (wie z.B. Blogparaden und ja, auch die für Burma, ob „pseudo“ oder nicht) schaffen Aufmerksamkeit in einer breiteren Öffentlichkeit. Journalisten, die ganze Blogeinträge einfach tel-quel übernehmen, ohne eine Quelle zu erwähnen sollten höflich auf ihre Verantwortung hingewiesen werden, ein transparent gestaltetes Impressum und ein auch Laien zugänglicher Kontaktmechanismus hilft, dass so was in Zukunft seltener passiert. Jeder Blogeintrag, ders in ein Massenmedium schafft sollte begrüsst werden, denn er schafft auch für die anderen Aufmerksamkeit.Blogs sind, ob Hobby oder nicht, klitzekleine Medienhäuser. Zwar noch in den Kinderschuhen, dafür aber auch agiler und schlanker. Wenn die ökonomischen Gesetze auch im Internet Gültigkeit haben, müsste der eine oder andere Blog seien Autoren in Zukunft sehr wohl mehr als nur etwas Freizeitvergnügen ermöglichen. In Amerika gibt es dafür ja längst Beispiele (TechCrunch, HuffPost).
Weil deine Metablog-Beiträge inhaltlich wie stilistisch überzeugen, so erkläre mir die auffällig hohe Resonanz deines Metabloggens, die andren Beiträge, welche «Kultur» und dergleichen betreffen, erachtet die vereinigte Blogosphäre schlichtweg als irrelevant.
@ Christoph Lüscher: Stimmt, die Sache mit der Selbstvermarktung.
Das macht Sinn. Nur kann die Selbstvermarktung nicht darin
bestehen, dass man kollektiv mit allen anderen über ein Thema
herfällt, um es auszuschlachten und blitzartig wieder zu verlassen.
Das klingt nach Aasgeiern. Selbstvermarktung hat doch mit
Individualität und Konstanz zu tun.
Ich bin der Meinung, dass auch zu guten Blogposts und Kommentaren Recherche gehört, ansonsten verkommt die Blogsphäre zu einer Ansammlung von Texten auf allzu vagen Annahmen und Spekulationen und endete meist in medialer Selbstdarstellung. Auch wenn Recherche und Feedback Zeit kostet, ist diese nicht verloren. Sie kommt den Lesern zu Gute.
Die Leser sollten einem egal sein. Doch sie sind es selten.
Falls nicht, weshalb sonst müsste denn die Beschäftigung mit sich selbst halböffentlich oder öffentlich stattfinden. Da genügte doch das gute alte, handsgeschriebene Tagebuch...
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