24/04/2008 10:30
Ku-Klux-Klan-Führer - "Obama wird nicht lange Präsident sein"
Jahrelang war der Ku-Klux-Klan fast vergessen. Doch nun gewinnt der rassistische Geheimbund wieder an Einfluss. Zwei KKK-Führer sprechen im Interview offen über ihre Weltsicht. Von FOCUS... »






Diskussion
Diese Passage finde ich spannend:
"Wir sind ein traditioneller Klan. Ich bin der Boss, der sogenannte „Imperial Wizard“ (Reichs-Hexenmeister), der allen Staatengruppen vorsteht. Jeder Bundesstaat hat dann einen Führer, den sogenannten „Grand Dragon“ (Großen Drachen). Carl Dupre hier ist zum Beispiel der Grand Dragon des Bundesstaates Louisiana. Dann gibt es noch „Night Hawks“ (Nachtfalken), die für die Sicherheit zuständig sind und „Kludds“, das sind die spirituellen Leiter einer Klan-Gruppe. Die normalen Mitglieder tragen weiße Roben, die Night Hawks tragen Schwarz, Carl hat eine grüne Robe und ich eine rote oder eine weiße mit roter Schärpe."
Imperial Wizard - klingt irgendwie nach Fantasyroman
Grand Dragon - Drachenmythologie ist eher chinesisch
Night Hawks - wenigstens das amerikanisch
Kludds - Bayrisch?
"Bayou" höre ich viel in der Cajun-Sprache
Dann tragen sie weisse Roben, schwarze, grüne und rote. Auch Earl (britischer Adelstitel) Johnsons Dress sieht irgendwie schwer multikulti aus. Ist das ein misslungener Davidstern auf seiner Brust?
Wies mein marokkanischer Gemüsehändler in Paris auf den Punkt gebracht hat: "Diese Scheissaraber sollte man alle an die Wand stellen!"
Die Frage ist für mich hier: wie viel Meinungsfreiheit verträgt die Öffentlichkeit?
Muss solch eine Vereinigung noch demaskiert oder blossgestellt werden? Der Focus-Journalist scheint es geglaubt zu haben, und die Selbstauflösung des KKK infolge einer Austrittswelle ungeahnten Ausmasses müsste also nur noch eine Frage der Zeit sein. Doch das Interview ist ein Dokument des naiven Scheiterns. Denn der Erkenntnisgewinn aus der Unterhaltung tendiert gegen null. Was bleibt, sind letztlich zwei Online-Seiten, die den Leser zum Voyeur eines gewollten Tabubruchs machen.
Focus will die KKK-Parolen resonanzträchtig skandalisieren. Ein ähnliches Muster ist bei vielen Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendern zu beobachten. Doch die kontinuierliche, nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus bleibt die Ausnahme.
Solchem pathologischen Unsinn haben die Journalisten nichts entgegenzusetzen als ein gestammeltes " Glauben Sie nicht, dass die Kapuzen, die Rituale und das brennende Kreuz viele junge Menschen abstösst?" Denn alles, was die KKK-Mitglieder sagen, gehört in die Kategorie der Behauptungen, die so falsch sind, dass nicht einmal das Gegenteil wahr ist.
Es gibt keinen vernünftigen Grund, mit KKK-Mitgliedern zu reden; wichtig ist alleine, sie daran zu hindern, das zu tun, was sie tun, wenn man sie nicht daran hindert.
Martin Luther King wäre nie auf die Idee gekommen, sich mit einem Ku-Klux-Klan-Häuptling zu einem Gespräch zu treffen, weder privat noch öffentlich. Denn er war klug und er hatte einen Begriff von Würde. Gewisse Journalisten sind nur eitel und merken nicht mal wie sie benutzt werden.
Von Wortlaut-Interviews mit Hasspredigern profitieren vor allem Hassprediger.
Allerdings sollte man bedenken, dass es Menschen, die so denken - Ausländer raus, Frauen an den Herd, Sturmgewehr in die Hand - nicht nur in den USA gibt...
Wie sagt man dem, wenn jemand einem Anderen eine Intention unterstellt oder be-wertet, ohne jemals mit Diesem darüber gesprochen zu haben?
"Die Umfrage bestätigte auch den hohen Bekanntheitsgrad Köhlers: 73 Prozent der Befragten konnten auf Anhieb sagen, wie der Bundespräsident heißt."
http://stuttgarter-nachrichten.de/stn/pa ge/detail.php/1690941
Wieviel Prozent der Deutschen - und nicht nur der - mögen wohl den KKK nicht kennen?
Solch einen Artikel sehe ich denn auch in dem Lichte der Grundinformation für Menschen die nicht mit Allwissenheit geplagt sind....
Ihr Vergleich zwischen dem Bekanntheitsgrad eines KKK und Herrn Köhler hinkt wie eine dreibeinige Katze.
Herr Köhler ist seit 4 Jahren Bundespräsident und war zuvor Direktor des IWF. Der KKK ist eine rassistische Vereinigung, die seit mehr als 100 Jahren ihr Unwesen treibt, seit Generationen in jedem Schulbuch zur Geschichte Amerikas thematisiert wird, sowie in zahlreichen Hollywood-Filmen eine Rolle spielte. Wer den KKK bislang trotzdem nicht gekannt hat, der wollte ihn auch nicht kennen.
Zum Nachweis der bekannten Tatsache, dass KKK Rassisten sind, hätte man das Interview also bestimmt nicht führen müssen. Darum geht es aber gar nicht. «Focus» stellt diesen Hasspredigern im Wortlaut-Interview eine Plattform zur Verfügung, damit diese ihre wirren Gedanken unters Volk bringen können. Aufgeklärt werden die Menschen dadurch nicht.
Aufklärung, die dem Menschen von Nutzen ist, entsteht durch Information, die dargestellt wird im Zusammenhang von Bedingungen und Konsequenzen, durch Ausleuchten des Hintergrundes, durch kritische Auseinandersetzung, durch umsichtige Überprüfung der Fakten, durch die mögliche Einordnung der Dinge, durch Orientierung, etc.. Diese Art von seriöser Aufklärung ist das Gegenteil dessen, was Rassisten in ihrer Propaganda nützt.
Ein amerikanischder Bekannter von mir, der normalerweise sehr gut informiert ist, meinte übrigens, der KKK sei doch verboten worden; der sei nicht mehr gefährlich. Müssen wir jetzt also Amerikanern Interviews aus deutschen Zeitungen zurückübersetzen?
Viel gefährlicher finde ich die Leute, die zwar keine Roben tragen und keine Menschen umbringen, aber sehr ähnlich denken.
Ich hatte mal eine dreibeinige Katze - die war recht flott unterwegs ohne zu hinken. Hinken ist eigentlich nur möglich, wenn alle Beine vorhanden sind und mindestens eines aufgrund einer Beschädigung nur teilweise oder zaghaft benutzt wird.
Und ich bin sicher, daß wesentlich weniger deutsche den KKK kennen als den Bundespräsidenten.
Wenn ich den Artikel lese wie jemand dem der KKK unbekannt ist, finde ich schon das er Grundinformationen vermittelt - rassistischer Geheimbund, zunehmender Einfluss, Gedankengut, Führungsstruktur etc.
In dem Zusammenhang ist es auch wichtig, - eben für die Menschen die den KKK nicht kennen (auch "wir" kennen ihn ja nicht wirklich) - daß die Interviewform gewählt wurde und die Denke der Führer herausgestellt wird. Das schockt den unbedarften Leser weit mehr als ein Bericht.
"Aussagen wie die im Interview gemachten ungefiltert widerzugeben, sendet gefährliche Signale aus."
Euphemismus wäre wohl völlig fehl am Platz. Dieser Artikel wird m.E. unter einem völlig falschen Licht betrachtet. Der Journalist führt Dupre mit kurzen, klaren Fragen vor. Der antwortet schön brav so, daß die negative Gesinnung des Klans deutlich wird. Mehr braucht und muß man gar nicht über den KKK wissen.
Fazit. Der Journalist hat aus meiner Sicht gute Arbeit geleistet, indem er kurz, klar, mit den wichtigsten Grundinformationen und ohne eigene Wertung über den Klan informiert hat, so daß ein weitaus überwiegender Teil der Bevölkerung sich wohl angewiedert abwenden dürfte.
Keinesfalls hat er dem Klan eine Plattform gegeben, sondern ihn vielmehr blosgestellt.
Mein Nachbar hat auch eine dreibeinige Katze. Sie ist wirklich flott im Quartier unterwegs und scheut sich nicht, selbst die steile Katzenstiege zu meiner Wohnung unter die drei Pfötchen zu nehmen. Doch so elegant wie meine Katzen schreitet sie nicht daher.
Das Vergnügen am KKK-Interview sei Ihnen unbenommen. Und wenn Ihnen «schockiert zu werden» reicht – à la bonheur.
Meinereiner erwartet von der Lektüre eines Artikels eben mehr als bloss «sich danach angewidert abzuwenden». Recherche und Analyse beispielsweise. So lässt der Artikel viele Fragen unbeantwortet, die wir uns hier auf der Plattform nun stellen:
Welche gesellschaftliche und politische Relevanz haben die circa 10'000 KKK-Mitglieder heute? An welchen Schaltstellen der Macht sitzen sie? Oder auf welche haben sie Einfluss? Mit welchen anderen Hass-Organisation stehen sie in Verbindung? Wie wichtig ist das religiöse Element heute und stehen sie in Verbindung mit anderen religiösen Fanatikern, die derzeit an der Macht sind? Konnten die Bombenanschläge der letzten Jahre auf die schwarzen Kirchen aufgeklärt werden? Geniessen die KKK-Mitglieder noch immer den Schutz der Polizei und der Gerichte? Etc. etc.
Der Artikel bietet weder eine Nachricht, noch eine Analyse. Der Focus-Journalist reist lediglich einer falschen Sensation hinterher. Diese Art von Journalismus gehört für mich in die Kategorie «journalistische Onanie» und steht in Widerspruch zu dem selbst gestellten Auftrag, die Menschen zu informieren, zu orientieren und ihnen eine Schneise durch den Dschungel der irdische Verhältnisse zu schlagen.
"Meinereiner erwartet von der Lektüre eines Artikels eben mehr als bloss «sich danach angewidert abzuwenden»."
An Ihrer Stelle würde ich mich bei dem Journalisten beschweren, daß er den Artikel nicht für Sie und in Ihrem Sinne geschrieben hat.
Gleichzeitig übermitteln Sie ihm bitte mein Lob für die klaren Grundinformationen....
P.S.
Es gibt ganz andere - weltpolitisch weitaus gefährlichere - Gruppierungen als son paar gestrige ideologische Spinner in Wildwestmanier.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg
Jedem steht es frei sich mit einem der hunderten Bücher die über den KKK geschrieben wurden das Hirni zuzudröhnen - das muß und kann nicht in einem Artikelchen bearbeitet werden.
Wäre tatsächlich schön, den von Ihnen skizzierten Artikel lesen zu dürfen. Ihre wortgewaltigen und rundum überzeugenden Ausführungen bringen mich fast ins Schwitzen, wenn ich jetzt auch noch versuche, was beizusteuern ;-)
Die Generation meines Grossvaters (ja, es lasen dort vor allem die Männer, exgüsi) hatte mindestens drei Bücher im Schrank: Bibel, Kirchengesangsbuch und "Die Geheimgesellschaften der Welt" (aus dem Gedächtnis - vielleicht findet es sich in dieser Liste). Dort wurden die Freimaurer, Rosenkreuzer, Mau-Mau und der KKK beschrieben - und zwar nicht positiv oder wertneutral, wie Focus es tut.
Mein Eindruck vom KKK: nach der offiziellen Aufhebung der Rassentrennung, nach den Ereignissen, die im Film "Mississippi Burning" beschrieben werden, hat er an Bedeutung verloren. Der Artikel kann mir dazu aber gar nichts sagen. Ganz im Gegenteil: Er lässt diesen komischen Kasper Sachen behaupten und Zahlen nennen, welche ich so ganz bestimmt nicht glaube.
Das Allerschlimmste: Beim Lesen habe ich das Gefühl, das Interview sei per E-Mail geführt worden oder, noch grauslicher, die Fragen seien in JBKerner-Manier von Kärtchen abgelesen worden. Journalismus ist das jedenfalls nicht und will es auch nicht sein!
"Journalismus ist das jedenfalls nicht und will es auch nicht sein!"
Ein seriöser Journalist liefert Fakten - Basisinformatonen - ohne sie einer eigenen Wertung zu unterziehen. Der mündige Dreizeller bildet sich daraus eine Meinung - auch unter Hinzuziehung weiterführender Informationen.
Insofern muß ich mich schon sehr wundern, das der gemeinte Journalist hier mit dem Küchenjungen und Billigtalker Kerner verglichen wird.
Mal abgesehen davon, daß es keine Schwierigkeit ist - jedenfalls für Menschen die ihr Gehirn benutzen - dieses intellektuelle Vakuum Dupre vorzuführen, so tat es der Journalist wenigstens.
Er hat seine eigene Wertung subtil durch die gezielte klare, scheinbar objektive, Fragestellung eingebracht. Ein Trick, aber kein schlechter.
Zum Beispiel hat Dupre die Frage nach der Unterstützung eines Präsidentschaftskandidaten nicht beantwortet, aber gleichzeitig durch die nachfolgenden Fragen so deutlich beantwortet, daß es nicht den geringsten Zweifel geben kann das der KKK McCaine unterstützt, respektive gerne als kommenden Präsidenten sehen würde.
Dem Journalisten wird hier ein Anspruch unterstellt, den er selber gar nicht hatte - aber nicht weil er nicht gekonnt hätte.
Statt über offensichtlich psychiatrisch kranke Leute zu reden, wäre es sicher einmal angebracht, dass wir versuchen zu überlegen, wie wir unseren Mitbürgern (und vor allem den Kindern) ein vernünftiges Weltbild beibringen können.
Schon als kleines Kind hat man mich, in der Schule, mit "Religionsunterricht" zu konditionnieren versucht: da wird den "kleinen Idioten" von unserer Zivilisation schon beigebracht (man benotet das sogar!!), dass man vor aller Art von "Outfits" (Kravatten, Kutten, Anzüge, Hüte, Kronen, Turbane, Heiligenscheine,...) und ähnlichen "Fasnachtskostümen", "Ehrfurcht" zeigen muss.
Komischerweise kommt da niemand auch nur im Ansatz auf die Idee, dass Leute die sich mit irgendwelchen Kutten udn Heiligenscheinen "schmücken" offensichtlich irgendwo den Verstand verloren haben. Gehen Sie bitte mal auf folgende Seite http://www.mail2vip.com/umfrage/ und "stimmen" Sie ab, vielleicht fällt Ihnen da auf, was in unserer Gesellschaft NICHT stimmt.
Wenn Sie was gegen den "Kuh-Klux-Klan" haben, dann sollten Sie auch zu extremer Vorsicht gegenüber allen Arten von Organisationen aufrufen, die uns den gesunden Menschenverstand mit Kutten, Heiligenscheinen und ähnlichem nehmen wollen. Das geht von "kirchlichen Würdenträgern" bis hin zu irgendwelchen "Network-Geschäftemachern", die versuchen den Leuten mit einem grossen Aufgebot von "Zeremonien", irgendwelche verdrehten Marketingkonzepte aufzuschwätzen. All diesen Leuten ist eines gemeinsam: sie wollen Ihnen, für totalen Blödsinn, Ihr Geld aus der Tasch ziehen.
Schauen SIe sich diese Schwachköpfe mal ohne Sonnenbrille an: ausser dem auffälligen "Outfit" ist da nur ein Haufen Mist im Kopf. Und selbst das "Outfit" ist meist so schäbig, wie der Verstand des Trägers.
Freilich dürfte selbst einem mündigen Dreizeller nicht entgehen, dass dieses Interview per e-mail geführt oder die ausformulierten Fragen von Karteikarten abgelesen wurde. Das Interview ist eine reine Abfragerei. Keine einzige Frage bezieht sich auf eine vorhergehende Antwort. Und letztlich lässt der Journalist jegliche fachliche Kompetenz missen. Dieses Interview ist gewiss keine intellektuelle Leistung und Recherche steckt Null dahinter. Wenn ein Journalist nicht den Anspruch hat zu informieren und Zusammenhänge aufzuzeigen, dann ist er nicht Journalist, sondern einfach ein Dampfplauderer.
Der KKK hat in der Tat an macht-politischem Einfluss verloren, jedoch in den letzten paar Jahren Hunderte von schwarzen Kirchen abgefackelt und «Riots» angezettelt. Im Fokus ihres Hasses sind heute jedoch vor allem die Schwulen und die Hispanics. Der KKK ging in den letzten Jahren Verbindungen mit Neo-Nazis ein und gilt nach wie vor als eine der gewalttätigsten Organisationen in den USA überhaupt. Aber von all dem erfährt man in diesem Interview nichts. Von Grundinformation kann also keine Rede sein. Man muss dafür allerdings auch nicht Dutzende von Büchern lesen. Es reicht, wenn man hin und wieder auf der Anti Defamation League (www.adl.org) vorbei schaut.
Hier redet nun zwar eine identifizierbare Person, aber ihre Angaben werden halt nicht überprüft, es gibt keinerlei Zusatzinfo. Zum Glück konnte uns Frau Müller da einige geben.
Dass Sie eine Bilderberg-Konferenz als gefährlicher als eine offen rassistische, gewalttätige und schwulenfeindliche Organisation einstufen, scheint mir etwas verwunderlich. Ich habe den Wiki-Artikel gelesen: Zunächst fällt mir auf, dass er unterschwellig Stimmung macht, etwa mit den "es handelt sich weder " und "es existiert weder"-Sätzen. Tönt schon furchtbar verschwörerisch. Und dann Gerüchte: Palme-Mord! Wiedervereinigung beschlossen! usw. Mir fällt aber auf, dass die Namen der Teilnehmer bekannt sind, Informationen an die Presse gehen. Ja, wie dumm sind denn diese Verschwörer? Irgendwie sollten wir Politik und Harry Potter nicht zu sehr durcheinander bringen.
@brainstuff: ich lasse mich nicht von einer Webseite bevormunden; zuerst soll ich eine bestimmte Haltung einnehmen und mich dann ins Unbekannte klicken? Nennen wir es Vorsicht im Netz.
Mir wird sich nicht logisch erschließen, wieso man diesen Artikel nicht einfach als das ansieht was er darstellt - darum ging es ja eingangs. Es sind einfach ein paar Basisinfos über einen in Amerika ansässigen Klan. Nicht mehr und nicht weniger. Die Intention des Journalisten und der Redaktion ist hier keinem bekannt. Was gibt es da zu meckern? Wer mehr will kann sich aufgrund der vorhandenen Infos weitere Infos holen.
"Dass Sie eine Bilderberg-Konferenz als gefährlicher als eine offen rassistische, gewalttätige und schwulenfeindliche Organisation einstufen, scheint mir etwas verwunderlich."
Genau so verhält es sich mit dem Wikilink. Eine kurze Basisinfo. Nicht mal 5% der Bevölkerung weiß überhaupt was Bilderberg-Konferenz bedeutet. Wer mehr wissen will muß halt recherchieren.
Mich wundert es nur, daß es Sie verwundert, daß die höchsten Vertreter aus 25 und mehr Staaten wesentlich mächtiger sind - wir können hier ohne Übertreibung von den Lenkern der Welt sprechen - als ein paar durchgeknallte Altnazis auf amerikanisch.
Ich bin zu lange und tief im Thema, als das ich hier darüber schreiben "könnte" - es hätte und müsste Buchformcharakter haben. Es gibt genug verifizierbares zum Thema Bilderberg um zu einem logischen Schluss zu kommen - da wird der KKK bedeutungslos....
Nun, wenn Sie das Recherche nennen und Ihnen das genügt um Verschwörungstheorie auszumachen, dann soll es so sein.
Eher wird ein Esel Dukaten kacken, als das ein anderer Esel auf alchemistischem Wege Gold herstellt....
:-)
Ja, swissi, und die Erde ist eine Scheibe. Diese Wahrheit muss auch mal gesagt sein. Denn diese Sache mit der Kugel ist die grösste und gemeinste Verschwörung in der Geschichte der Menschheit, und bei dieser Verschwörung arbeiten alle zusammen, die Amerikaner, die Russen, die Japaner, die Deutschen, die Medien und die Wissenschaftler, einfach alle, und allen voran natürlich die Bilderberger.
Und sonst ist alles klar bei Ihnen?
Ignoranz hat ja auch eine gewisse Wertigkeit - sei es auch nur die des Selbstschutzes.
Arrogante Ignoranz allerdings hat doch meist schlimme Folgen.
Ich bin halt so. Ich nehme ja auch einen Panzer ernst der sein Rohr auf mich gerichtet hat - auch wenn das nicht alle Tage vorkommt....
:-)
Natürlich erschaudert man aus erster Hand zu hören, wie die Kapuzenmänner denken und was sie sagen. Wegzuschauen würde uns aber leider nicht helfen. Was wäre dann mit "Psycho", mit den "Wohlgesinnten", mit dem neuesten Inzestverbrechen in Österreich? Was ist mit der viel besungenen Meinungsfreiheit des Westens, mit der Toleranz anderer Meinungen gegenüber?
Mit einem Ku-klux-Klan-Führer ein Interview machen ZU DÜRFEN: für mich ein Beispiel, dass dieser Toleranz KLARE Grenzen gesetzt sind und das ist gut so...(vgl. hierzu http://facts.ch/articles/739714-das-kreu z-mit-dem-t).
Die Frage ist eine ganz einfache: Darf man alles sagen (und schreiben!), was man denkt? Besteht die zivilisatorische Errungenschaft darin, dies möglichst uneingeschränkt zu tun?
Wir hören auf FACTS täglich, wir dürfen keine Kommentare löschen, denn das würde die Meinungsfreiheit verletzen... Ob diese Kommentare andere Diskussionsteilnehmer verletzen, scheint (wenn überhaupt) eine sekundäre Rolle zu spielen. Jeder habe Recht auf seine Meinung :-(.
PS: Hier noch die Bemerkung der Fokus-Redaktion am Schluss des Interviews: "Die Reportage zu diesem Thema lesen Sie im aktuellen FOCUS ab Seite 164". Soviel mir bekannt ist, schreibt man keine Reportage, wenn man selber kein Zeuge ist.
Ich denke, Frau Müller hat mir grosser Klarheit weiter oben ihre Anforderungen an einen Artikel über den KKK formuliert. Mir scheint diese detaillierte Kritik sehr schlüssig. Vor allem hat sie nicht von "Wegschauen" gesprochen, wie Sie jetzt antönen. Vielleicht verstehe ich Sie ja falsch ...
Den Satz vom "Psycho" an bis zum Fragezeichen verstehe ich als Aufruf zur Toleranz. Richtig? Ich habe aber wiederum etwas nicht verstanden: Inwiefern zeigt das "KKK-Interview-machen-dürfen" die Grenzen der Toleranz? Da komme ich verständnismässig noch nicht mit.
Und was hat jetzt das ganze mit den Kommentaren auf Facts zu tun? Dort gibt es klare Regeln, wie sie an dieser Stelle vor einigen Tagen formuliert wurden: Es gilt die Netiquette. D.h., selbstverständlich MÜSSEN Sie solche Kommentare löschen. Davon abgesehen, hat selbstverständlich jeder das Recht auf seine Meinung, und das darf uns hier alle freuen :-)
Für mich ist dieses Interview ein Beispiel, das sehr gut aufzeigt, dass man auf die obigen Fragen keine klaren Antworten haben kann. Daher plädiere ich für mehr Toleranz.
Was das Ganze mit den Kommentaren auf FACTS zu tun hat? Sehr viel, denn es geht darum, was man unter "freie Meinungsäusserung" überhaupt versteht. Wir hatten nach der Entstehung von FACTS während Monaten einen sehr aktiven User. Irgendwann mussten wir einen Kommentar von ihm löschen, der diskriminierend gegenüber Invalide war. Dieser User zog sich für immer zurück mit der Begründung, wir würden Zensur ausüben.
Selbstverständlich darf ein Journalist interviewen, wen er will. Frau Müller hat äusserst konstruktive Einwände gebracht, was am konkreten Beispiel zu beanstanden ist.
Ob es Tabuthemen gibt? Wahrscheinlich kommt es drauf an, wie man damit umgeht? Würden Sie jetzt dem Monster aus Amstetten, dem Josef F., auch so eine Plattform bieten und ihn dann sich durch seine Aussagen entlarven lassen? Das Argument ist vielleicht gemein, aber wo ist der Unterschied zwischen einem Propagandisten des Rassen- und Schwulenhasses, der seinen Worten jederzeit Taten folgen lässt und eventuell gar solche schon begangen hat, und einem so furchtbaren Sklavenhalter?
Dem User, den Sie anführen, hätte ich den Kommentar auch gelöscht. Er verstiess gegen die Netiquette, der Fall ist klar. Von Zensur kann hier nicht im Entferntesten gesprochen werden, sonst können wir uns von der Sprache gleich verabschieden. Sprache als Denkwerkzeug, als Hilfsmittel zum Erkennen der Umgebung.
Ich bitte euch, wenn ihr soviel zu einem Artikel schreibt, zuerst alles genau lesen tut.
Zu den Fragen oben:
- Ja, Wagner hat recherchiert.
- Ja, er hat den Klan persönlich getroffen.
http://www.focus.de/panorama/reportage/t id-9706/ku-klux-klan-der-grosse-drache-d uscht-gerade_aid_296910.html
http://www.focus.de/panorama/reportage/t id-9708/hintergrund-zehn-wahrheiten-uebe r-den-ku-klux-klan_aid_296915.html
"Herr F., Sie werden assoziiert mit dem schlimmsten Kindsmissbrauch [etcetc]. " Nein, die Tastatur weigert sich,weiterzumachen.
Versuchen Sie es mal, und Sie werden feststellen, worum es hier geht... Aber vielleicht lesen Sie auch mal selber nach, was hier genau geschrieben wurde. Es ist nicht die Menge, es ist die Qualität, die mich an diesem Thread fasziniert.
Und wenn Sie noch den Nebenaspekt der Legende vom furchtlosen Journalisten ins Spiel bringen müssen: Focus ist doch dieser Häppchenjournalismus mit ganz viel Grafiken und diesen abgefilmten Redaktionssitzungen in der TV-Werbung, wie der kleine Moritz sich das vorstellt. Denen so einen Trailer zu dieser Story, den Sie hier zitieren, auch noch abnehmen, braucht einiges an Nachsicht.
PS: selbstverständlich glaube ich unterdessen an die Anweisenheit des Journalisten beim Interview. Diese war aber bloss eine körperliche
Wenn Sie meine Beiträge aufmerksam gelesen haben, dann können Sie erkennen, dass ich mich darin auch auf die Reportage beziehe. Ich schreibe weiter oben, dass der Journalist meines Erachtens einer Sensation hinterher gereist ist. Nach 13 Monaten Recherche hat er jedoch gerade mal herausgefunden, dass der Grosse Drache auch hin und wieder duscht, wie er zu Protokoll gibt. Jene der obengenannten Fragen, die uns umtreiben, beantwortet er nirgends. Eine investigative Recherche, die Neues aufdeckt, findet nicht statt. Noch viel weniger ein Interview in Form einer dynamischen Gesprächssequenz oder einer kritischen Hinterfragung.
Wer dem traditionellen Journalismus noch einigermassen nahesteht, glaubt indes immer noch, zwischen Unterhaltung und Nachrichten solle es eine Differenz geben.
Wobei ich gute Unterhaltung durchaus schätze. Aber noch lange nicht jeder, der seine Recherchen protokolliert, ist ein Tom Wolfe, Truman Capote oder Hunter S. Thompson.
Hier wird dem Effekt wegen etwas herbeigeschrieben, das es schon lange nicht mehr gibt, bzw. ist es natürlich weit weniger spektakulär, vergleichbare Einstellungen (und z.T. ebenso pathologische Befunde) aus Castrop-Rauxel, Pratteln oder Renens zu präsentieren.
Oder, anders gefahren, aus den hierzulande wohlalimentierten Sekten von Scientology, SVP e.a.
Wer hat schon mal 13 Monate in Pratteln recherchiert?
Meinungsfreiheit ist eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt. Sie ist jedoch nicht absolut. Die Grundrechte wurzeln ja alle in der Anerkennung der Menschenwürde. Der Schutz der Menschenwürde beschränkt folglich die anderen Freiheiten und Rechte. Oder anders gesagt: Es gibt kein Recht auf Verletzung der menschlichen Würde.
Wann eine Verletzung der Menschenwürde vorliegt ist nie leicht zu beantworten.
Nach meiner nicht massgebenden Ansicht darf man ein solches Interview durchaus publizieren. Ich finde es lediglich aus journalistischer Sicht nicht sinnvoll, respektive gäbe es klügere Formen. Ich finde es auch in Ordnung, wenn User, die gegen die Netiquette, den Anstand und die guten Sitten verstossen, gelöscht werden.
Ganz allgemein und ohne Bezug auf den Artikel oder den gelöschten User: Manchmal hilft auch das Wechselspiel von Rede und Gegenrede. In einer freien Gesellschaft kann niemand das letzte Wort pachten.
Nun @Christoph hat oben die Frage gestellt, wie viel Meinungsfreiheit die Öffentlichkeit verträgt. Wir möchten - in eigener Sache - unseren Agendasetting auf FACTS laufend optimieren; d.h. unter anderem, auf Home Beiträge auswählen, die für den gegenwärtigen öffentlichen Diskurs relevant sind. Mir viel auf, dass das Interview (so gut ich mich daran erinnere) die höchste NEGATIVE Punktezahl soweit erreicht hat - seitdem es FACTS gibt!
Ein Blick in die Webstatistik von FACTS: der obige Beitrag hat den stolzen 5.Platz im Rating der populärsten Sites (inkl. die, die von aussen direkt aufgerufen werden) - gleich nach "Wölfin im Schlumfpelz" (Eveline Widmer-Schlumpf), Thinksabouts "Rauswurf" (gleich 2 davon) und "Ästhetik der Politikverdrossenheit" (David Berger).
Wenn ich Angst vor Horrorfilmen habe, schaue ich mir diese nicht an, weil ich danach nicht schlafen kann :-). Wieso liest man denn solche "Monster"-Artikel immer wieder, obwohl man sich darüber so heftig aufregt? Um negativ darüber zu stimmen und immer wieder zu betonen, das sei nicht sinnvoll? Weil es für ein Faust immer ein Mephisto braucht? Weil der Mensch vom Bösen fasziniert ist (die hässliche ÄSTHETIK, siehe Giger), obwohl er sich - schliesslich sind wir alle gute Menschen - gegen dieses stemmt (MORAL)?
Empfohlene Abendbeschäftigung für aufgewühlte FACTS-Leser: "Das Schweigen der Lämmer".
Die FACTS-Redaktion wird sich bemühen müssen, fortan gemässigtere journalistische Beiträge zu bevorzugen.
@Frau Müller: Schönes "Schlusswort" von Ihnen - "In einer freien Gesellschaft kann niemand das letzte Wort pachten".
Sie müssten sich eher Gedanken machen, warum der neuste Artikel von DBerger keine Debatte mehr ausgelöst hat. ...
Mir fällt bei Ihnen immer wieder auf, dass Sie sich persönlich betupft fühlen, wo es weder so gemeint noch passend ist. Wenn sich die Redaktion jetzt bemüht, anders auszuwählen, kann sie das tun. Das ist ihr Recht. Ob es einem Bedürfnis der User entspricht, wage ich zu bezweifeln.
Kurz: Ihr Ton hat etwas abstrafendes. Wir lesen den Artikel nicht, um uns horrormässig zu gruseln, sondern um der Sache willen! Bitte überdenken Sie mal Ihre Haltung und Ihre Kommunikation in unsere Richtung.
Und noch eine Bitte: Es kommen immer wieder Themen, die Facts an sich betreffen, in solchen Threads plötzlich und unvermittelt zur Sprache. Ich finde das unredlich. Ich finde, man muss solche Dinge diskutieren (wie z.B. die Gewichtung von User-Kommentaren etc.) - warum öffnen Sie nicht mal einen Thread nur zu diesen Themen?
Und was die Auswahl betrifft: wir versuchen einfach unsere Vorstellungen über einen guten GEMEINSAMEN Content zu optimieren (das ist jetzt nicht ironisch). Das beinhaltet unter anderem, dass man den Puls der FACTS-Leserschaft fühlt und sich danach richtet. Ohne das würde das Ganze keinen Sinn machen. Daher bedanke ich mich für all Ihre Vorschläge zum Content, lieber Bruder Bernhard, die einen verdienten Platz auf Home fanden - dank Ihrer Anregung. Wir sind hier kein Onlinemedium, das dem Leser selbstherrlich Medieninhalte aufdrängt, ohne Interesse an einer Perzeption. Gott sei Dank sind wir da in der priviligierten Lage, dass die "Leserbriefe" laufend eintreffen, auch nachts, und dass wir diese nicht verzerren können und wollen. Die nackte schonungslose Öffentlichkeit. Daher wären wir auch glücklicher, wenn mit der Zeit mehr Inputs seitens der Community kämen. Ich hoffe es.
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