„Auf halben Weg ein anständiger Mensch“
Brötchen vor die Säue
Kahneman, der Schreck der Ökonomen
Der gespiegelte Mensch
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Europa in der Krise: Die Schweizer Solidarität
Diskussion
Zweitens geht es darum, wer was mit meinen privaten Daten anstellt. Ob er mich als potentiellen Terroristen einstuft, wenn ich in einem Blog oder in einer E-Mail schreibe, was ich von Herrn Bush halte.
Ob er meine Daten weiterverscherbelt an Leute, die mein Postfach dann mit Werbung fluten...
Mir ist irgendwie viel wohler, wenn man meinen Nick googelt und danach viel mehr hits hat, als wenn dasselbe mit meinem "bürgerlichen" Namen macht. Auch meine Kleinfirmenwebseite, wo ich mit Adresse & Tel. Nrn. sofort erscheine, lass ich schön so wie sie ist.... Da ich in einer eher seltenen Branche tätig bin, lass ich das weiterhin schön getrennt. Und wenn Facts mal ganz gross, schön und stark geworden ist, kann ich ja dannzumal der Redaktion immer noch meine Kontonummer durchgeben :-))
Gerade hier, wo man nie weiss, wer wie mitliest, wer was falsch versteht und es dann in eine Richtung aufbläst, die den eigenen Absichten zuwiderläuft, kann man mit der Privatsphäre gar nicht vorsichtig genug umgehen. Gott mag vergeben - aber Google vergisst nie...
Privatsphäre ist wohl der durch Gesetze geschützte Bereich? Z.B. wird im Datenschutzgesetz einiges definiert, was hier im Netz immer wieder ganz nonchalant über den Haufen geworfen wird. Wer aktiv preisgibt, ist höchstens fehl geleitet. Manchmal will auch Gruppendruck erreichen, dass Leute ihre Privatsphäre nicht mehr schützen. Aber das ist die alte abgehakte Klarnamendebatte.
Was ist meinte mit "Schattenseiten" sind Phänomene wie die der häuslichen Gewalt (in dieser Angelegenheit wurde die Privatsphäre Gott sei Dank mittlerweile aufgehoben), Kindsmissbrauch und-pornographie, etc. etc. Alles Phänomene bei denen mehr soziale Kontrolle sicher einen gewaltigen Einfluss haben und hätten.
Es stimmt, im Dunkeln lässt sich gut munkeln. Aber jetzt schütten Sie wirklich das Kind mit dem Bade aus. Nur weil Kindmissbrauch schwerlich in aller Öffentlichkeit so richtig toll betrieben werden kann, ist das doch kein Argument dafür, dass die Schattenseiten einer Privatsphäre überwiegen? Das Gute ist allerdings: Seine Privatsphäre aufzugeben ist einfach - Sie dürfen das tun. Ich sehe für mich absolut keinen Sinn darin. Denn das Kapital wird dadurch auch nicht verschwinden, ganz im Gegenteil!
Da postuliert Jean Ziegler zur Abwehr der Welthungerkrise die Abkehr von den angepflanzten Treibstoffen. Habe gar nicht gewusst, dass z.B. Schweden bereits bei 40% des Benzinverbrauchs aus dieser Quelle sei, mit dem Ziel, den Anteil auf 50% zu steigern. Wie auch immer: Ziegler empfiehlt u.a. den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs.
Und das gedacht: Könnte nicht dieser Auswuchs des Privatverkehrs auf diese negativen Seiten der Privatsphäre zurückgeführt werden? Oder haben wir es jetzt mit drei Sphären zu tun: privat, geschützt, intim? Und dann müsste ich @Moritz Zimmer gar recht geben!
Tja, manchmal ist auch die Zeitung von gestern noch erhellend.
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