02/06/2012 08:51
Wie das Internet den Menschen enteignet
Google und Konsorten verkörpern die tollste Geschäftsidee aller Zeiten: Jeder Nutzer wird – ob er will oder nicht – zum Datenpaket der Konsumwirtschaft. Ein Essay zum elektronischen Kulturbruch
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Diskussion
Es gibt nach wie vor eine Welt ohne Google, ohne Facebook, Twitter und Co. (sogar ohne Facts kann man leben…;-))). Die Verteilung menschlicher Köpfe auf unserer Erdoberfläche ist nach wie vor so, dass die grosse Mehrheit weiterhin keinen Netzzugang hat und eine Schale Reis wesentlich wichtiger ist als ein WLAN oder ein Datenkabel ….
Da wäre zuerst einmal die unbelegte These mit dem falschen Begriff "enteignet" im Titel, die mich irritiert. Dann kommt gleich im Eingang diese hochnässig herablassende Feststellung, die den etwas arroganten, aber auch ignoranten Journi entlarvt:
"Vor kurzem noch kam sich die Hirnforschung besonders schlau durch den Nachweis vor, dass im Gehirn schon abläuft, was erst Sekunden später dem Bewusstsein erscheint. Damit, hieß es, sei die Vorstellung widerlegt, dass der Mensch einen freien Willen habe."
Der Rest ist eine getarnte Selbstbeweihräucherung des Phil-Einsers durch eine Reihe von philosophischen Zitaten. Das Ganze wird mit einem Sud aus soziologisch angehauchten Binsenwahrheiten des Internetalltags ertränkt.
Fazit: Ziel verfehlt. Kalter Kaffee. Taugt höchstens für Smalltalk mit Cüpli unter Politikern.
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