18/06/2012 10:26
Empörung löst keine Probleme
Würde Lukas Bärfuss einen Tag in einer Asyl-Empfangsstelle verbringen, sähe er den Ernst der Lage. Eine Replik.
»Würde Lukas Bärfuss einen Tag in einer Asyl-Empfangsstelle verbringen, sähe er den Ernst der Lage. Eine Replik.
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Diskussion
Familiennachzug. Nun kommt es, dass allenfalls die Familie nachgezogen werden kann jedoch jener der zuerst floh einen anderen Aufnahmestatus hat.
Zur Dramatik: Ja mei, wir hatten vor gut 15 jahren fast doppelt soviele Asylbewerber. Als es im Balkan rumpelte.
Asylmissbrauch: Kann heute schon bestraft werden. Ausserdem: Egal wie scharf unsere Gesetz ist. Wenn ein anderes Land die Leute nicht mehr aufnimmt dann ist nix zu machen. Man kann die Leute ja nicht mit Fallschirmen abwerfen.
Ich finde: Zuerst sollte man schauen was im Rahmen der gültigen Gesetze und angewendeten Verfahren verbessert werden kann. Aber das ist unangenehm, unspektakurlär und mühsam in der Umsetzung. Bei der Gesetzesänderung werden dann die Probleme erst danach auftauchen. Den Parlamentarier kümmert das dann nur noch wenig.
Fassen wir doch mal kurz zusammen:
1) Es gibt Flüchtlinge. Viele davon sind echte Flüchtlinge, die im Heimatland um ihr Leben fürchten müssen.
2) Es gibt reine Wirtschaftsflüchtlinge. Die sehen kein berufliches oder gesellschaftliches Fortkommen im Heimatland und kommen deshalb hierher (- war übrigens damals die Hauptmotivation aller US-Einwanderer. Tönt aber viel besser wenn an auf die Mayflowermannschaft zurückgreift…;-)))
3) Es gibt Kriminelle. Oft nur Kleinkriminelle, die noch so gerne abhauen und hier eine Karriere aufbauen wollen – meist auch grad eine kriminelle.
4) Es gibt im Schweizersystem starke Tendenzen, ein Problem nicht zu lösen, es jedoch möglichst rasch nach unten zu schieben. Führt dann etwa dazu, dass Gemeindeschreiber X zum 12. Mal den Rohrreinigungssdienst braucht, weil im Flüchtlingsheim Y schon wieder alle Abläufe verstopft sind, weil die verschiedenen Ethnien partout den zu viel gekochten Reis herunterspülen … Gemeindepräsi Z will nicht mehr zahlen, Gemeinderat Rotgrün will sofort ein Kurs Abfallmanagement in fünf Sprachen durchführen und Frau Humbel liest den Flüchtlingen obiges Traktat vor.
5) Alle Verfahren werden unter Einhaltung aller gesetzlichen, menschlichen und gutmenschenartigen Begleitumständen so rasch als möglich durchgeführt, aber Land XYZ weigert sich, Rückgeschobene anzunehmen und entzieht ihnen im Gegenzug die Staatsbürgerschaft.
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