25/07/2012 14:55
Neuordnung der Schweiz: «Städte müssen mit Speckgürteln fusionieren»
Avenir Suisse will nicht mehr auf Teufel komm raus Grosskantone schaffen. Stattdessen setzt der liberale Think Tank auf fusionierte Gemeinden und gestärkte Zentren. »






Diskussion
Etwa „..zumal es den kleinen Kantonen finanziell gut geht und damit kein Veränderungsdruck besteht“. Eben.
Zum armen, städtischen Basel wurde schon viel geschrieben (auch hier) – nur: was genau soll den Rammelbieter dazu bringen, mit der Stadt zu fusionieren? Weil die Fasnacht so schön und der Frenk ein lieber ist??? Die schweizerische Realpolitik läuft übers Portemonnaie des Bürgers und Steuerzahlers. Veränderungen sind immer dann willkommen, wenn dabei die Kosten sinken (und jeweils für alle oder beide Partner).
Und noch was: Avenir Suisse hat noch nie gesagt, dass die Anforderungen an Exekutivpolitiker gestiegen sind und wird landauf landab erstaunlich viele schlechte bis unfähige Politiker haben. Bestes Beispiel wäre da etwa der Gesundheitsdirektor des Kantons Bern, der mit „seiner“ Spitalpolitik das gesamte Gesundheitswesen in die Wand gefahren hat. Die anstehenden Ober- Verwaltungs- und Bundesgerichtsentscheide werden uns Steuerzahler noch mehrstellige Millionenbeträge kosten ……
Apropos schiefer Zahlenvergleich: wenn ich an den Kanton Bern denke, der jedes Jahr 4 Milliarden Subventionen bekommt, eine davon alleine durch den Finanzausgleich von ZH, BS, VD und GE, wird mir schon Angst und Bange...;-)
Bezüglich Basler Fusion hast du Recht. Kein vernünftiger Baselbieter möchte mit der Stadt fusionieren. Es gibt keinen Grund.
Es ist eher so, dass die Stadtbasler mehr Land brauchen. Dummerweise wird der Speckgürtel (Leimental & Birseck) genau von den Freeridern aus der Stadt bewohnt. Denn jeder denkt legitimerweise an sein eigenes Portmonnaie. Es gilt auch als besonders schick bei Novartis im mittleren Kader zu arbeiten und das Häusschen auf dem Binninger Hügel zu bewohnen. Die Motivation ist also da - und nur da - zu finden. Weil die Jugend in den muffigen, engen Stadtquartieren aufgewachsen ist und sich erst mit der Ankunft der Kinder auf's Land verzogen hat. Mit dem Alter und dem Geld erinnert man sich an die städtischen Wurzeln und möchte wieder dazu gehören. Da man sich das jetzt leisten kann, wird das Theater, das Musical, der FCB, das Kino, die teure Beiz wieder erschwinglich. Das ist der wahre Nährboden auf dem solche Ideen gedeihen.
Glaubt mir, ich bin auch ein Freerider, der fast im Laufental wohnt. Aber meine Frau drängt schon lange nach einem Umzug in die geliebte Stadt. Aber 70% mehr Miete und 20% mehr Steuern sind halt schon happig, gell...;-)
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