Liebe Chantal, lass die Vernunft walten
Ich bitte Dich eindringlichst Deine Kandidatur zurückzuziehen; Es geht nicht darum, ob Du Deine Wähler enttäuschst oder nicht, die werden genau so gerne Diener wählen, um Maurer zu verhindern. Es geht darum, dass ihr Diener braucht, um der Mitte ein Angebot machen zu können.
Ich schätze Deine Positionierung sehr, jetzt kannst Du beweisen, dass Dein Pragmatismus nicht nur ein leere Worthülse ist.
Lass die Vernunft walten und erhöhe damit die Chancen, dass Maurer es vielleicht doch nicht in den Ständerat schafft.
Vielen Dank und herzliche Grüsse,
Moritz Zimmer
-- Moritz Zimmer -- Programmierer -- omo@oio.ch -- www.oio.ch --
Ich werd diesen offenen Brief veröffentlichen unter: http://facts.ch/articles/80841






Diskussion
Ständerat geht, ein SVP-Nationalrat frei wird und so Herr Schlüer
wieder reinkommen würde !! Sofern ich richtig informiert bin.
Diener kriegt daher mehr Stimmen, da sie voraussichtlich auch Stimmen der Liberalen erhält.
Das ist dann doch etwas sehr dürftig für den Ständerat.
Bedenke: 1 ZH Sitz im SR gleich 17 ZH Sitze im NR!
amadé fries, luzern
David Bauer und alle die noch Zweifeln, dürfte die folgende Gegenüberstellung leicht überzeugen:
Im Vergleich zu Maurer dürft Diener auch denen, die für einen starken Sozialstaat eintreten, einiges näher liegen. Von der Mitte ganz zu schweigen.
Wenn die SP die Vorteile richtig abwägen würde, käme nur eine Einzelkandidatur in Frage. Und da Verena Diener um eines "mittiger" ist, wird sie auch eher die Stimmen der FDP Wähler erhalten, die Gutzwiler wählten aber auf die Stimme für Maurer verzichteten.
Wenn die SP eine Doppelkanditatur riskiert und durchzieht, ähnelt dies einem politischen Suizid.
..... wahlen, wie auch bei einzelnen sachbezogenen abstimmungen, sollten sach-politisch sein.....
..... ich für meinen teil hab' auch so meinen wahlzettel ausgefüllt, hab' recherchiert welcher politiker am nächsten zu meinen überzeugungen stand, egal aus welcher partei, und hab' meine stimmen so verteilt.....
Das die SP an Galladé festhält zeigt, dass sie zum Umdenken noch nicht bereit ist, ginge es bei diesem zweiten Wahlgang doch eindeutig darum Stimmen in der Mitte zu holen und das wär für Diener um einiges leichter zu erreichen:
Die, die auf Galladés Linie liegen oder noch "linker", könnte man leicht für Diener gewinnen, um Maurer zu verhindern - gerade wenn sie die Unterstützung der SP hätte. Ausserdem kann man davon ausgehen, dass Diener auch leichter Wähler mobilisieren könnte, die "linker" als die SVP liegen, also Wähler der meisten anderen Parteien, wohl auch mancher FDPler.
Aber genau das ist das Debakel: Die SP vergisst, dass es jetzt um Schadenbegrenzung und nicht um falschen Stolz und Ehre geht.
Wenn Galladé antritt, wird die SVP ein leichtes Spiel haben, sie als "Rote" hinzustellen - und wie die Wahlen zeigen wird sie damit gewinnen. Nicht weil die SVP die besseren Inhalte hat, sondern weil die SP ihre verschlafen hat und inhaltlich einen ideologisch altbackenen, komplizierten und unglaubwürdigen Wust an weltfremden Ideen präsentierte. Um schliesslich aus Verzweiflung an der eigenen Komplexität auf Anti-Blocher zu schalten. Das jetzt noch zu korrigieren ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Galladé könnte locker bei den nächsten Wahlen nachholen, was sie jetzt noch nicht einlösen kann - falls sie innerhalb der Partei eine Diskussion über eine moderne sozialdemokratische Politik mit Profil überhaupt in Gang bringen kann.
Und es geht mir nicht darum, den Maurer als Person draussen zu haben, sondern die SVP, die als Partei nicht auf meiner Linie liegt - und dazu sind halt manchmal Taktik und Opfer für das grössere Gut notwendig.
schweren herzens opportunist statt dogmatiker, luci
>> Also: Die bürgerlichen Wähler entscheidet sich am Ende zwischen Verena und Uli. Wenn Chantal mitkanditiert; zieht sie linksorientierte Stimmen von Verena ab und Ueli liegt am Ende höher als Verena.
Wie kommt man weiter? Excel raus und Wahlstatistiken analysieren. Vom Schiff aus gesehen, würde ich sagen, wenn Chantal kandidiert wird es für Verena extrem knapp, da es in Kanton Zürich eine 50/50 Teilung der linken und rechten Wähler gibt.
Mein Votum: Chantal; lass es bleiben und lerne endlich mal, wie Excel funktioniert!
"Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird."
- Die SPS hat sich in ihrem Wahlkamp total lächerlich gemacht. Sie hat, statt eigene Inhalte in den Vordergrund zu stellen, die SVP zu ihrem Thema gemacht. Die SVP hätte die 15 Millionen gar nicht nötig gehabt, da die SPS genug „gespendet“ hat.
"Mit dem Alter nimmt die Urteilskraft zu und das Genie ab."
Genau darum ist Verena Diener Chantal Galladé vorzuziehen.
"Über Geschmack lässt sich nicht disputieren."
Soviel zum Politisieren.
"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."
"Aufklärung ist der Weg des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit."
Diese beiden Zitate schliesslich, begründen haargenau, wieso die SVP die Partei Nr. 1 in der Schweiz ist und bleibt:
Der Mensch, und vor allem der Schweizer, ist einfach zu faul, um sich mit dem Thema Politik differenziert auseinanderzusetzen. Der Schweizer „liest“ lieber in der 20Minuten oder im Blick. Vor allem aber, und das ist das Frappierende, informiert der Schweizer sich nur einseitig. Er liesst entweder linke oder rechte Medien. Beide Seiten, linke wie rechte Medien, suggerieren so vor sich hin. Und der faule Schweizer nimmt brav alles auf und wählt die SVP (rechte Medien sind stärker, weil provozierender -> Herr Köppel), weil die SVP (und ich bin kein Fan der SVP) es versteht, Inhalte mit der Sprache des faulen Schweizers rüberzubringen. Fazit: Die SVP wird immer stark (wenn nicht sogar mal übermächtig) sein, weil der Schweizer immer faul sein wird. Danke Herr Kant!
Aber eigentlich hätte ich Maurer den Sitz gegönnt - nicht weil ich ein Anhänger von ihm oder seiner Partei wäre, sondern weil er im Ständerat so richtig in der Versenkung verschwunden wäre. Wie hiessen eigentlich die letzten Zürcher Ständeräte? Kein Mensch kennt sie, weil sie 1. im Ständerat nichts zu sagen haben (Zürich hat gleich viele Ständeräte wie z.B. Uri) und weil sie sich 2. dauernd den abgrundtiefen Anti-Zürich-Reflex in der kleinen Kammer anhören müssen. Das braucht schon Nerven, und das hätte ich dem Ueli Maurer irgendwie gegönnt.
Ausserdem heisst es ja nicht umsonst "Stöckli". Sind halt irgendwie die Abgehalfterten. Dass die Ständeratswahl von den Medien und dann von den Politikern so überbewertet wird, hat damit zu tun, dass man besser personalisieren kann. 2 Ständeräte kommen besser rüber als 34 Nationalräte, vielleicht.
Dini Schnurre isch villich gliich echli gross für sone chliine Gring?
Hoffentlich will sie jetzt nicht auch noch Applaus, unsere Schachspielerin.
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