09/05/2008 05:00
Geld und Glück für alle
Kreditkrise, Hungerkrise, Sinnkrise: Vielleicht war der Kapitalismus doch keine so gute Idee. Wie wäre es, wenn einfach jeder Bürger 3000 Franken Grundeinkommen bekäme? Man kann ja mal drüber nachd... »







Diskussion
http://facts.ch/articles/683238-kapitali smus-gerat-das-ganze-system-ins-wanken.
Der Systemcrash wird weltweit kommen und zwar mit solcher Wucht,wie ihn sich wahrscheinlich niemand vorstellen kann.
Die Frage ist nur,ob dieses Jahr oder 2009...dann zählen ganz andere Werte,um zu überleben.
Globalisierung und dieser ganze Quatsch wird niemand mehr interessieren,ebenso solche Kunstwährungen wie den Euro,der gegen den Widerstand der Bevölkerung durchgedrückt wurde.
D'accord. Ob nun 2009 oder 2011, daß kann niemand sagen. Aber eines ist sicher, der heute 70jährige wird ihn noch erleben, den big päng. Noch besteht - wenn auch eine geringe - Chance alles "sozialverträglich" ablaufen zu lassen. Der sanfte Umbruch.
Der Mensch muß nur langsam mal erkennen, daß Geld in sich keinen Wert hat.
Nur die Umwelt und das Leben ist wervoll. Und genau dieses Wertvolle zerstört der Mensch durch wertloses Geld in mittlerweile verheerendem Ausmaß.
Der Begriff Arbeit muß langsam mal neu definiert werden. Arbeit ist die Zeit, die jemand für jemand (die Allgemeinheit) aufwendet. Damit arbeitet nicht nur jede Mutter, sondern auch jeder Studierende und Schüler wie ein Auszubildender auch, dessen Tätigkeit ja als Arbeit definiert wird. Denn alles, Schule, Ausbildung, Studium etc. ist nichts anderes als ein Lernen (Auszubildender) um später seine Fähigkeiten der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.
Es ist sowieso ungeheuerlich, daß derjenige der mir meine Mülltonne leert und der mir frisches Brot zur Verfügung stellt, nur ein Tausendstel des Managers verdient, der meine Mitbürger entlässt, weil er unfähig ist seinen Laden sauber zu führen - und das macht der noch auf dem Golfplatz....
Diese Volksverdummende Lüge es gäbe nicht genug Arbeit hat sich so verselbstständigt, daß sie alle ohne sich einen Gedanken darüber zu machen, hinnehmen.
Mir fällt ad hoc dringend und zwingend nötige Arbeit in deutschland ein, die selbst wenn wir uns noch 20 millionen Arbeitskräfte ins Land holten, in Jahrhunderten noch nicht bewältigt wäre.
Alle Häuser, jeder Betrieb, einfach alles muß mit dezentraler Energie ausgestattet werden. Jedes Hausdach muß so selbstverständlich mit Solarzellen gedeckt werden, wie es heute mit Ziegeln gedeckt wird. Auf jedes Dach gehören mehrere Windkraftanlagen wie früher auf jedem Dach mehrere Antennen zu sehen waren. Für Hochenergiebetriebe, Stahlwerke etc. müssen umweltfreundliche Aufwindkraftwerke gebaut werden - die heute schon soviel leisten wie ein Kohlekraftwerk. Unser Kanalisationssystem ist total überaltert, marode und es braucht Jahrzehnte es zu sanieren. Jedes Auto muß selbstverständlich mit einem leisen, umweltfreundlichen Elektromotor ausgestattet werden. Mehr als 90% aller Gebäude müssen energetisch saniert werden - Isolation etc. Usw. usf. Wenn alles installiert ist, kann man auch schon wieder anfangen den alten Mist abzureißen und die dann vorhandenen neuen Technologien zu installieren. Und natürlich wird "der Abfall" auf's sauberste getrennt, aufbereitet und wieder dem Kreislauf zugefügt.
Das nenne ich Arbeit und Wachstum. Beides ist ohne Ende vorhanden.
Und übrigens, der Mensch der diese Arbeiten ausführen kann, ist auch vorhanden....
Am Anfang war das Rad. Irgendwann wurde ein Auto draus. Was nach dem Auto kommt, bestimmen nachfolgende Generationen. Wir haben uns vom Auto abhängig gemacht. Das heißt aber nicht, daß wir es als Waffe gegen die Umwelt benutzen MÜSSEN.
Was genau finden Sie verkehrt daran, die vorhandenen Technologien zum Nutzen der Umwelt und der Menschen zu gebrauchen und weiter zu entwickeln?
Nicht der Fortschritt (Technik etc.) zerstört die Welt und den Menschen. Die falsche und fehlende Anwendung aus finanziellen Gründen wirkt zerstörerisch. Geld spielt dabei die zentrale Rolle. Es gibt nichts restriktiveres als Geld - letztlich ist es natürlich immer der Mensch....
Wenn wir am Geldsystem festhalten (wollen), muß also jeder Mensch finanziell in die Lage versetzt werden, diese Technologien auch anwenden zu können. Zum Wohle der Umwelt und damit auch zum eigenen Wohl und dieses noch einmal gesteigert. Das ist doch das einfachste und logischste was man sich denken kann.
Zur Klarstellung-kein normaler Mensch,der Herz und Verstand hat,kann sich ein weltweites Chaos wünschen,aber es kommt und zwar lange vor 2011...
Wir können es nicht ändern,aber wir können uns darauf einstellen,um zu überleben...
Geld ist sehr wohl etwas wert,jeder der Schulden aufnimmt,und das scheint in der 2.Generation nach dem letzten Zusammenbruch völlige Normalität zu sein,spürt es dann schmerzhaft,wenn er seine Kreditzinsen z.B.nach einem fremd finanzierten Hausbau nicht mehr bedienen kann-er steht mit seinen Jaffa-Möbeln auf der Straße,von den unbezahlbaren Schulden ganz abgesehen....
Unsere sinnlose Spaßgesellschaft ist schuldenfinanziert..schaut` über den großen Teich,den hier erkennt eigentlich jeder,daß die Kotzgrenze überschritten ist.
Kleiner Tip : wenn schon die gleichgeschalteten Lügenmedien Beruhigungspillen "ausgeben",dann sollte man auf den Goldpreis achten...wenn 1000$ pro oz. erreicht und überschritten sind,geht`s wahrscheinlich los - nochmal kann der Goldpreis von keiner Notenbank der Welt gedrückt werden..
Also,nicht an Utopien wie 3000 sFr oder "Bürgergeld"denken,sondern an`s überleben nach dem Tag X!
:-)
Aber in einem haben Sie Recht. Wer heute noch keinen Lebensmittel und Wasservorrat für mindestens ein Jahr gebunkert hat, der wird es morgen bitter bereuen und sich fragen wie er so dumm sein konnte die klaren Zeichen zu ignorieren....
Die Problematik ist: Der Kapitalismus bietet mir persönlich und einer weiteren Milliarde Menschen ein super Leben in grosser Freiheit. Gleichzeitig sorgt er aber dafür, dass eine Milliarde Menschen buchstäblich verrecken - das ist glaub ich die letzte Zahl, welche ich gelesen habe, aber die Höhe spielt eigentlich keine Rolle. Er kann diesen jedenfalls keine Perspektive, keine Nahrung, keine medizinische Versorgung bieten.
Gleichzeitig ist der Motor des Kapitalismus die Verschwendung, die Überproduktion - so reguliert sich nämlich der Markt, durch Verluste, Konkurse, Einstampfen und Wegschmeissen. Verschwendung heisst leider heute auch: Umweltzerstörung. Aufbrauchen nicht erneuerbarer Energien, die sich über Jahrmillionen gebildet haben und die nun in wenigen Jahren durch einige egoistischen Völker konsumiert werden, ganz so, als gäbe es keine Urenkel!
Alles, was diesen überhitzten Motor auf Sparbetrieb runterbringt, findet meine Zustimmung (hm. ... nein: alles was mit den Menschenrechten vereinbar ist). Wenn der Kapitalismus das je kann, bin ich eigentlich ganz froh. Die Prognosen sind allerdings nicht die besten. Es darf aber auch ein andrer Motor sein, wenns anders nicht geht.
Danke für meinen Lacher des Tages.
Machbarkeitswahnsinne? Etwas was wir sowieso machen mal richtig zu machen halten Sie also für Wahnsinnig - ja ja....
"....wenn mit Macht und Einfluss versehen...."
Ja haben Sie denn immer noch nicht erkannt, daß Macht in den Händen Einzelner IMMER zu Korruption, Korrumption und Mißbrauch jeglicher Art führt?
Ich spreche nur das aus, was über 90% der Weltbevölkerung will. Und diese 90% müssen natürlich auch die Macht haben, der sich natürlich die jetztigen 3% der Machthaber beugen müssen - aber vielleicht werden sie ja auch einsichtig, dann dürfen sie zu den Mächtigen gehören....
"....die mit Scheuklappen dann durch die Welt rasen und grössenwahnsinne Projekte lancieren,...."
Ich sehe ich nur Ihre Scheunentore - dank meines unverbauten Blickes.
Auch ich bin Profiteur des Kapitalismus. Das Dumme ist nur, das er sich so gar nicht mit meinen Moral / Ethikvorstellungen deckt.
"Leider" kann ich nicht vergessen, daß "mein Kapitalismus" aktiv dazu beiträgt, Menschen andernorts verhungern zu lassen. Auch der edle Fisch auf meinem Teller will mir nicht so recht schmecken, wenn ich weiß, daß Multikonzerne ihr Geld damit machen und der afrikanische Fischer nichts mehr fängt und folglich seine Familie nicht mehr ernähren kann.
Wenn ich dann noch weiß, daß die europäischen Fischfangflotten mit Milliardensummen subventioniert werden, verleidet es mir den leckeren Fisch noch mehr.
Ich bin doch auch nur Egoist und will meinen Fisch mit ruhigem Gewissen genießen - ich bin aber auch bereit etwas dafür zu tun....
Insbesondere, da mir völlig klar ist, daß der Afrikaner - und all die anderen "Afrikaner" weltweit - gar nicht den Hungertod sterben müssen und ich meinen persönlichen Wohlstand dafür gar nicht einschränken oder gar aufgeben muß.
Sie sind doch einfach nur grössenwahnsinnig. Sie machen mir Angst!
Ich freue mich Ihnen Angst zu machen - das könnte Ihnen helfen der geistigen Lähmung zu entfliehen....
P.S. Dieses ganze Theater wäre bei einem Grundeinkommen für alle nicht mehr nötig.
Ausserdem haben wir in der Schweiz ja so etwas wie ein garantiertes Grundeinkommen, zumindest für diejenigen, die nicht (mehr) in der Lage sind, ein solches selber zu erwerben - in Form von Sozialhilfe, IV, AHV...
...darum laßt uns weiter hoffen,auf Bürgergeld,ein Einsehen der Millionen & Milliardenraffer z.B. mit den armen gebeutelten Michl in DE oder anderswo,für den der Sprit zu teuer ist oder das Mehl für den Pflaumenkuchen oder die "brummende Konjunktur" von Tante Merkel.
Ja glaubt denn wirklich im Ernst jemand,daß auf solche Schuldsklaverei,wie sie in unsere Welt existiert,verzichtet wird..von der o.g.Gruppe,zu Gunsten einer fetten Pauschale für Jedermann ?
Leute,werdet etwas realistischer !
Und auch der TAGESANZEIGER mit dem TAGI-MAGI haut gerne in die gleiche Kerbe ?
Interessanter Weise ist fest zu stellen, dass der TAMEDIA Verlag wirtschaftlich einen sehr neoliberalen Kurs ein genommen hat ?
Mich würde sehr der neoliberale Kurs des TAMEDIA Verlages aus der Sicht der FACTS 2.0 Redaktion interessieren.
Liebe FACTS 2.0 Redaktion bitte nehmt Stellung:
Wie kommt dieser "knallharte" neoliberale Wirtschafts-Kurs des TAMEDIA Verlages bei euch an ?
Den wirtschaftlichen Kurs von Tamedia kann ich nicht als Gesamtes beurteilen, vermutlich ist er gewinnorientiert. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass er darüber hinaus von einer bestimmten Ideologie geprägt sei.
Der Erfolg dieses Modells steht und fällt m. E. jedoch mit der Frage, wie sich die Menschen verhalten werden, wenn das mühelose Einkommen gesellschaftliche Realität wird. Werden die Angestellten, die heute noch zur Arbeit gehen und Steuern zahlen, dann genauso viel und engagiert arbeiten wie bisher? Oder würden sich immer grössere Teile der Bevölkerung an die Alimentierung gewöhnen und dauerhaften Anstrengungen gar nicht mehr gewachsen sein?
Ich vertraue darauf, dass der Mensch noch produktiver mit allen seinen Fähigkeiten tätig wird, wenn man ihm noch mehr Freiheit lässt und er Eigenverantwortung wahrnimmt.
Verschiedene Feldversuche und Studien belehren mich allerdings eines besseren. Sie zeigen zusammengefasst auf, dass die Menschen, insbesondere junge Leute, lethargisch werden, wenn sie Geld erhalten ohne dafür arbeiten zu müssen. Denn die Frage nach dem «sinnvollen Dasein und was man mit seinem Leben anfangen soll» lässt sich mit einem Grundeinkommen auch nicht beantworten. Zweifelhaft ist auch, ob das Geld vom Staat dazu führt, dass sich die Bürger sozial engagieren.
Wie denkt Ihr, würde sich der Mensch mit einem Grundeinkommen verhalten/verändern? Oder ganz konkret: Wie würdet Ihr Euch verhalten/verändern, wenn Ihr plötzlich jeden Monat 3000 Franken erhält?
Das Grundeinkommen wird durch (höhere) Steuern finanziert, dafür fallen sämtliche Sozial- und Ergänzungsleistungen des Staates weg (vom Arbeitslosengeld über Sozialhilfe bis zur AHV und Kindergeld). Hier eine ausführliche Erklärung der Pro-Seite (aus Deutschland): https://www.grundeinkommen.de/26/03/2008/das-fin anzierungsproblem-ist-das-anreizproblem. html
Höhere Steuern als Finanzierungsmodell klingt geradezu absurd. Das Grundeinkommen lässt sich ja nicht besteuern, das heisst das zusätzliche Einkommen würde besteuert. Das heisst, dass - um nur schon dieselben Steuereinnahmen zu haben wie jetzt - der Steuersatz angehoben werden müsste. Um mehr Steuern zu generieren (und deutlich mehr wären ja nötig), müsste der Satz noch weiter angehoben werden. Und da frage ich mich dann schon, für wie viele Leute dann noch ein grosser Anreiz da ist, zu arbeiten.
der SPIEGEL-Redaktor Gabor Steingart stellt in seinem Buch "Weltkrieg um Wohlstand", dass gerade China den höchsten Aufschwung mit einer neoliberalen Wirtschaft hat, welche aber nicht von einer demokratischen, sondern von einer marxistischen Ein-Parteien-Regierung geführt wird.
Hier ist eine Buch-Seite:
http://img167.imageshack.us/img167/5951/ steingarthr4.jpg
Und hier scheiden sich plötzlich die Geister, welche früher immer sagten, dass eine neoliberale Wirtschaft nur in einem demokratisch regierten Land möglich sei.
Der SPIEGEL-Redaktor Gabor Steingart sieht sowieso für Europa das Alarm-Signal rot leuchten und fordert die Länder auf, endlich wieder mehr Energien frei zu setzen um sich wirtschaftlich, auch in der Forschung und Entwicklung, zu steigern.
Ansonsten würde Europa in der Zukunft von der geballten asiatischen Wirtschaft völlig überfahren werden.
Auf FACTS 2.0 sollen verschiedene Sichtweisen miteinander wetteifern.
Den wirtschaftlichen Kurs von Tamedia kann ich nicht als Gesamtes beurteilen, vermutlich ist er gewinnorientiert. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass er darüber hinaus von einer bestimmten Ideologie geprägt sei."
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Blatt:
@Pater Lüscher,
aber Sie nehmen schon sicher an, dass die TAMEDIA-Führung, welche die finanziellen Angelegenheiten betreut, Gewinn-orientierter und neoliberaler denkt, als die Chef-Redaktion des TAGESANZEIGERs und des TAGI-MAGIs ?
Und natürlich brauchen wir das besinnungslose Grundeinkommen (ground income auf englisch). Und vom Staat für jeden einen sexy Grundpartner, Geld ist nicht alles. Und zuviel kapitalistische Auslese und Wettbewerb am Paarungsmarkt, das kann keine Zukunft haben...
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