28/08/2012 13:27
Gentechnologie: Wahlfreiheit für Produzenten und Konsumenten
Gentechnisch veränderte Pflanzen schaden nach derzeitigem Wissensstand weder der menschlichen Gesundheit noch der Umwelt, doch bleiben die Konsumentinnen und Konsumenten kritisch. »







Diskussion
Wenn dafür Bio oder Natur oder Gott drin ist, muss es gut sein und der Mensch darf der Schöpfung nicht reinpfuschen. Aber das sich anlügen lassen beginnt ja bereits mit dem Glauben...
Zum Glück wächst dieser Gen-Raps im Hafen von Basel, gell, da ist eh alles verseucht von der Chemie. Und die Bebbi haben sowieso alle ein Rad ab. Hoffen wir nur, dass der Pollen nicht über den Jurabogen fliegt und Bienen verseuchten Honig produzieren...;-)
Spass beiseite. Es kommt Erstaunliches zu Tage, wenn man sich weiterbildet:
- Beim Basler GVO-Raps handelt es sich um die Sorte GT73 von Monsanto.
- Diese ist seit 1992 in Kanada zugelassen, danach in zahlreichen anderen Ländern inklusive der EU
- Das Center for Environmental Risk Assesment hat alle Daten zu dieser Sorte hier zusammengefasst.
Kurz gesagt: Raps GT73 ist nicht toxisch, nicht allergen, ist nur gegen RoundUpTM resistent, wuchert nicht, ist nicht fitter als normaler Raps, verdrängt andere Pflanzen nicht, die Proteine (das Produkt der eingeführten Gene) werden in 30 Sekunden im Magen-Darm vernichtet, Antibiotika-Resistenzen wurden nicht transfiziert.
Australien, Kanada, China, EU, Japan, Korea, Mexico Philippinen und USA haben GT73 seit über 10 Jahren zugelassen.
Wo ist das Problem ganz genau? Weshalb sagt das Greenpeace nicht? Und die QJs von SRF?
Wer, Wie, Was, Wieso, Weshalb, Warum, wer nicht fragt bleibt dumm...
Ich habe eigentlich nur ein Problem. Wenn Sorten entwickelt werde,n deren Schädlinge dann nur mit dem Gegenmittel des Konzerns bekämpft werden können, welcher die Sorte überhupat entwickelt hat.
Ausserdem frage ich mich ob dieselbe Sorte global überhaupt Sinn macht. Erstens wegen dem Klumpenrisiko und zweitens wegen der verschiedenen klimatischen Bedingungen.Genetische Vielfalt ist ja schliesslich immer auch ein Vorteil.
Mindestens bei uns hat der Bauer die Wahl (oder eben nicht, dank Moratorium) und der Konsument könnte das Steuern – aber in Tat und Wahrheit ist die Materie für den gemeinen Lemming viel zu komplex und Hauptsache Aldi, Denner oder sonst eine Billigbude stellt das Rapsöl Zehn Rappen günstiger ins Gestell und das wars dann.
Am Mittwoch hat DRS2 unter der Rubrik "Kontext" dieses Gespräch über Gentech-Pflanzen gesendet. Es zeigte, wie schwierig es ist, Äpfel von Birnen zu unterscheiden, weshalb Aufklärung in einer technologisch-naturwissenschaftlichen Welt schwierig ist und Ideologie auch in einer direkten Demokratie einen grossen Einfluss hat.
Was mich auch ein wenig erstaunt, ist die Tatsache, dass rote und weisse Gentechnik niemanden interessiert (weil sie akzeptiert wird?), die grüne aber so hohe Wellen wirft. Aber das liegt wahrscheinlich an meiner "Déformation professionnelle"...
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