„Auf halben Weg ein anständiger Mensch“
Brötchen vor die Säue
Kahneman, der Schreck der Ökonomen
"Gute Lügner sind sympathischer"
Per Anhalter durch die Galaxis
Der gespiegelte Mensch
Diskussion
In Osteuropa sind viel mehr Frauen in diesen technisch-wissenschaftlichen Bereichen tätig. Kriegen sie dort keine Kinder ? - doch, aber meistens kriegen sie die vor 25 und können nachher Karrieretechnisch Gas geben (hier geht man spät an die Uni, will Reisen und Sprachen lernen, macht ein Nachdiplomstudium und beginnt dann mit über 30 eine Diss., welche mit 33-36 fertig ist und will dann noch ein Kind reindrücken - optimal ist das nicht, und ich will niemandem dafür die Schuld geben, aber wie kann man das ändern)? Gibts dort keine langen Arbeitszeiten? gibts dort keine sexuelle Belästigung? Und das tollste Killerargument sind die Netzwerke der Männerbünde! Lach mich tot ... wenn jemand gute kennt, ich würd mich gerne bewerben ;-)
Vielleicht gibt es bei uns aber einfach andere Optionen, welche Frauen mehr ansprechen. Ich frage mich deshalb, ob man wirklich nur dem angeblichen Sexismus die Schuld geben kann.
Tatsache ist, dass eine Grundschullehrerin z.B. in Russland (aber auch in Italien) kaum mit ihrem Verdienst überleben kann. Auch eine Universitätsdozentin muss kämpfen, ausser sie kann lukrative Privatstunden geben.
Also spielen dort Lohnanreize eine Rolle? Vermutlich. Betreuungssituation für Kinder ist bei uns natürlich nicht optimal (ist sie es denn heute in Osteuropa so viel besser?) und auch der Stellenwert der Familienarbeit (ob von Frau oder Mann) könnte höher sein.
Aber das sind gesellschaftliche Probleme, für welche nicht alleine die Männer verantwortlich sind, deshalb habe ich Mühe mit solchen pauschalen Inhalten, wie sie dieser Artikel zu transportieren versucht.
Wir haben doch ein grundsätzlicheres Problem: Leider müssen sich auf dem freien Arbeitsmarkt Eltern (Familienväter und Mütter) gegen Singles positionieren und durchsetzen. Natürlich können sich letztere viel stärker beruflich engagieren - 60 Stunden Woche? Kein Problem ... wenn es der Karriere dient? Und heute, wo es soviele Kinderlose mitte 30er und 40er gibt, haben die ganz einfach ein grösseres Karrierepotential und viele Chefs haben häufig weniger Verständnis (z.T. ändert sich das auch wieder) für familiäre Verpflichtungen oder geringere Bereitschaft Überstunden zu machen.
Ich will nicht die Qualität der Arbeit beurteilen, aber heute wo Flexibilität (geographische und zeitliche) gefragt ist, sieht es für beide (moderne) Väter und Mütter, nicht unbedingt rosig aus, von der Ausgabenseite gar nicht zu sprechen.
PS. bin verheiratet, aber kinderlos
Es ist schlicht das alte Muster Angebot & Nachfrage, das nicht mehr spielt und sich heute nicht mehr selbst regulieren kann. Und alle staatlichen wie schulische Institutionen (inkl. Unis, TU’s und andere) versagen komplett in Sachen Berufsberatung, Karriereplanung und (am schlimmsten) in einer praxisbezogenen Berufsvorbereitung.
Nach Seveso, Bhopal und Schweizerhalle wollte kein junger Mensch (völlig losgelöst von irgendwelchen Genderquestions!) mehr Chemie studieren.... die fehlen halt jetzt. Auffällig ist höchstens, dass „traditionelle Frauenberufe“ meist noch schlechter bezahlt sind als andere. Aber die Grundtendenz, dass Industrie und Wirtschaft ihren Nachwuchs nicht mehr bei Schulen, Lehrmeistern und Unis abholen können, verstärkt sich unheimlich schnell!
Mit solchen Artikeln werden schlechte Tendenzen nur noch verstärkt, vielleicht glaubt Frau nun, sie entgehe jeder sexuellen Belästigung, wenn sie Sprachen, Wirtschaft, Psychologie oder Journalistik studiere...haha...
Die Schweiz wird als Hochlohnland mit höchster Lebensqualität besser ausgleichen können, als andere... allerdings fehlen da bei weitem nicht nur Ingenieurinnen und Technikerinnen. Nach meiner Pensionierung werde ich wohl eine neue Sprache lernen müssen, will ich später in einem Pflegeheim auf menschliche Behandlung hoffen.... nur ist mir noch nicht klar, ob ich mich auf Indisch, Ukrainisch oder Chinesisch ausrichten soll....
P.S.: Lebe in einer Zweitbeziehung und darf mit Freude zuschauen, wie sich die beiden Töchter in technisch-wissenschaftlichen Berufen "plazieren".
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