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Diskussion
Es stimmt ebenfalls, dass Faschos in den Reihen der SVP mitmarschieren, wenn sie eine Demo veranstaltet.
Das Selbe (einfach linksherum) wird an SP Veranstaltungen aber auch beobachtet.
Den Faschismusvorwurf finde ich aber vollends daneben. Wie kann ein Gelehrter so einen Mist rauslassen. Hat je jemand gehört, die SVP wolle die Demokratie abschaffen?
Der Vorwurf der Rosinenpickerei ist so alt wie falsch. Wenn Herr Tanner Verhandlungen führt und freiwillig immer nur die "wurmstichigen" Äpfel für sich nimmt ist das ok. Andern sollte es aber erlaubt bleiben, klüger zu verhandeln. Zumal wenn sie Verhandlungen für ein ganzes Land führen.
Vielleicht sollte Herr Tanner seinen Elfenbeinturm mal verlassen und sich in die "Niederungen" begeben. Dann würde er die Menschen, über die er Bescheid zu meinen glaubt, besser verstehen. Denn die SVP Wähler sind ja auch Bürger dieses Landes.
Dass sie nicht offen faschistisch wirken können, liegt ja auf der Hand (rechtswidrig und strategisch unklug), die Herren Geisterbahn gehen aber so weit sie können und jedes Jahr noch ein Schrittchen weiter...
Mein Problem damit: ich glaube nicht an die Weltverschwörung. Oder hat sie schon mal stattgefunden?
Ps: die SVP wird nun sicher zurückschrauben. Maurer hat ja gesagt, jetzt folge eine Phase der Konsolidierung.
Kryptofaschist oder nicht Nichtkryptofaschist ist leider keine Frage der Intelligenz. Dass die einfachen, meist repressiven und radikalkonservativen SVP-Lösungen eher dumme Leute ansprechen, hat dazu geführt, dass man die SVPler selbst für dumm hält. Das ist gefährlich. Die SVPler wurden deswegen lange genug unterschätzt.
Der Linke Romantiker argumentiert aus einer aufklärerischen Naivität, der Verstand und Selbstverantwortung bei allen ohne Lernprozess voraussetzt.
Der Rechte Ideologe sagt: Alles ist schlecht und wird immer schlimmer, deshalb morxen wir den Staat zurück in eine legendäre Zeit, wo alles gut war. Die Vorstellung, dass die Schweiz vor 68 besser war als heute, ist ebenso falsch wie weich, aber sie funktioniert als Instrument vor allem bei frustrierten Alten und uninformierten Jugendlichen.
Patriotismus als Idee, dass die Schweiz früher besser und am Anfang die beste aller Schweizen war, auf die man stolz sein muss, obwohl man ja selbst gar nichts dazu beigetragen hat (stolz kann man ja, wenn überhaupt nur auf das sein, was man selber erreicht hat), ist so etwas von haarsträubend grotesk, und doch glauben gut 50% blind daran.
Staaten entwickeln sich doch zu Recht in die Zeit und nicht zurück. Es müsste als, wenn überhaupt die Aufgabe desPatrioten sein, die Schweiz weiter voranzutreiben und nicht aufhalten. Die Bremser und Angsteinjager à la Roger Köppel wissen das alles ganz genau, und sie wissen auch genau, wie man die Früchte der bisherigen Staatsentwicklung frech für sich behauptet und also den früheren Fortschritt plündert. Genau das geschieht im Augenblick.
Wenn sich der Ton nun etwas beruhigen sollte, dann ist das ywar gut, aber es geschieht nicht aus gutem Willen, sondern aus politischem Kalkül. Ich glaube nicht, dass die SVP einen faschistischen Staat zum Ziel hat. Sie hat 50,x% zum Ziel, also einen politischen Zustand, in dem man mit der Schweiz als führende classe politique gut (d.h. noch besser) Macht zementieren und Geld machen kann.
Blocher ist ein Unternehmer. Er "führt" seine Firma wie seine Familie wie seine Truppe wie seinen Staat. Einen von Blocher geführten Staat, in dem man an den Führer "keine Fragen stellen darf" (Blocher), in dem der Führer "die Sache in den Vordergrund stellt", den Menschen nicht als Zweck an sich, sondern unverholen "als Mittel" sieht, ist nicht der Staat in dem man als Mensch gerne lebt.
Jetzt haben sie mir aber schön Hausaufgaben geben. Ich werde sie gern machen.
Bitte geben sie aber noch die Quellen an, wo Blocher sagte "man dürfe keine Fragen stellen".
Und noch was. Die SVP Wähler als "dumm" zu bezeichnen ist unverzeihlich. Es ist das indiskutable und unantastbare Recht dieser Menschen, zu wählen wie sie wollen.
SVP-Wähler sind nicht an sich dumm (ich glaubte eigentlich, dass ich das ganz deutlich gemacht habe), aber einfache Lösungen sprechen einfache Gemüter an. Es ist einfacher, einen Dummen mit simplen Lösungen und Schlagworten zu überzeugen als mit komplexer Argumentation.
Aber noch mal: es gibt keine dummen Staatsbürger. (auch keine unterbelichteten, einfachen, weniger schlauen oder was weiss ich) Weil, wenn es so wäre, gäbe es ja auch gescheite, die es besser wüssten. Bis heute, hat noch nie eine Intelligenzia je bewiesen, dass sie es besser kann, als die Dummen. (im Gegenteil, wenn ich mich recht erinnere...)
http://www.rhetorik.ch/Aktuell/07/06_26/ index.html
Aber das ganze(erschreckende) Eingangszitat des Kapitels ist viel krasser, weil es behauptet, dass Fragen den Chef in die Defensive bringen ihm nur Zeit und Kraft rauben.
"Gerade in Zeiten, wo jedermann von Teamgeist spricht, ist zu betonen: Verantwortung ist unteilbar" (Blocher)
Ackeret: "Sie glauben nicht an kollektive Führung?"
Blocher: "Nein. In guten Zeiten, wenn es auch ohne Führung geht, kann das vielleicht gehen. In schwierigen Situationen ist Führung erforderlich und die Verantwortung klar zurückzuweisen."
Die einzige Frage ist, was er unter ungeteilter Führung versteht. Zu dumm, darf man Blocher nicht fragen:
"Fragen Untergebene den Chef um Rat, stehlen sie ihm Zeit, die ihm für Wichtigeres fehlt. Darum sind Fragen an den Chef nicht zulässig, denn sie schwächen die Führung." (Blocher)
Die einzig zulässige Haltung des Untergebenen ist: "Ja, mein Führer."
Was mir im Vokabular von Blocher und seinen Vasallen immer wieder auffällt, ist tatsächlich ihr Manager-Vokabular: Sie meinen, man könne einen Staat gleich wie ein Unternehmen «führen». Achtet euch mal, wie viel das Wort «Führung» in einem betriebswirtschaftlich gemeinten Sinne gebraucht wird (ähnlich auch Thomas Held, Direktor von Avenir Suisse, in der Arena vom 26.10.2007). Dass man in einer Demokratie den Staat aber nicht gleich wie ein Unternehmen führen kann, ist wohl klar…
ich werde mich hüten, zu behaupten alle Menschen seien gleich. Das würde ich in meinen schlimmsten Alpträumen nie wollen. Was ich sage ist: Alle Bürger haben die gleichen Rechte. Daraus habe ich den Satz abgeleitet, es gibt keine dummen Wähler. Ergo auch keine intelligenten.
Dass es unterschiedliche Menschen gibt, liegt ja auf der Hand.
Und unter den Wählern gibt es links wie rechts dumme und gescheite Menschen.
Erst die Unterschiede zwischen den Menschen machen die Menschheit ja interessant. Oder hat jemand schon einmal eine interessante Einöde gesehen?
Dennoch könnte man einfach nachweisen, dass die SVP-Wähler generell betrachtet nicht gerade zur Intelligenzija der Gesellschaft gehören (Köppel und einige wenige ausgenommen).
Was mich noch interessieren würde: wie sieht die Facts Community die Aussage der Rosinenpickerei?
Nationale Politik ist eine andere Geschichte. Wie sehr man die Rosinenpickerei da regulieren muss und wie liberal man werden darf, damit das fragile Gleichgewicht zwischen sozialer Gerechtigkeit und Eigenverantwortung noch funktioniert ist wohl Gegenstand von stetiger Aushandlung. Ich weiss einfach nicht, ob diese Aushandlung zwischen einer "ultrasozialen" Linken und einer "ultraliberalen" Rechten passieren muss.
http://www.swissinfo.ch/ger/swissinfo.ht ml?siteSect=44&site=105&story=8351556
Gibt auch (Teil-)Antwort auf die Frage, wo denn die Schriftsteller im Wahlkampf geblieben sind.
Aber ich habe dann hier im Kommentarbereich etwas gefunden, das ich viel praktischer finde: kryptofaschistisch.
Das ist noch geheimnisvoller, weil nicht bloss Latein, sondern Griechisch, und damit ist es noch beeindruckender. Ausserdem evoziert es - sofern man überhaupt weiss, was die Wörter heissen - dass etwas nicht bloss eine Krankheit ist, wie bei "latent", sondern vielleicht sogar eine böse Absicht - es kann ja aktiv oder unbewusst kryptisch, also verborgen sein.
Dann wäre der Churchill kryptosportlich gewesen, und Ueli Maurer kryptointellektuell.
Im Kanton Graubünden hatte die FDP beinahe keine Chance, ihr Niedergang war fast schon eingeläutet, da ihr bisheriger, der vor 9 Monaten nachgerutscht ist, einfach schwach ist. Aber dann kam die grosse Rettung in Person des HCD-Präsidenten Tarcisius Caviezel. Politisch ein Quereinsteiger, ein unbeschriebens Blatt. Rhetorisch schwach und programmatisch eine Fahne im Wind.
Nun, aber er ist neben seinem Präsidium beim HCD noch CEO von Burkhalter - wie immer erwähnt wurde, eine Firma mit 3000 Mitarbeitern.
Also kam der Wahlkampf in Graubünden, und die SVP war nicht die einzige, die X-Tausend Franken investiert hat. Um genau zu sagen tendiert die Summe nach seinen Angaben zu 120'000 Franken, wahrscheinlich ist mehr. Und siehe da, die FDP ist grosse Wahlsiegerin in Graubünden und kann, nicht wie schweizweit, zulegen, obwohl vor einem Jahr noch damit gerechnet wurde, dass die FDP ihren Sitz verliert. Klar, sie bleibt nur viertstärkste Partei. Aber anstatt dem gewohnten Restmandat gewinnen sie diesesmal ein Vollmandat und kommen knapp an die CVP ran. Und, tataa, Tarcisius Caviezel verdrängt den bisherigen und darf jetzt im Nationalrat mitspielen. Endlich haben die Hockeyfans eine Lobby!
Ohne politischen Leistungsausweis...
"The first truth is that the liberty of a democracy is not safe if the people tolerate the growth of private power to a point where it becomes stronger than their democratic state itself. That, in its essence, is fascism--ownership of government by an individual, by a group, or by any other controlling private power."
Wir haben nicht bloss einen Milliardaer als Bundesrat, nein, wir haben auch noch einen, der oeffentlich behauptet, dass ein Staat wie ein Unternehmen gefuehrt werden soll.
Vielleicht sollte man dem Ducevergleich auch etwas nachgehen, bevor man ihn als blosse politische Dummheit und gehaessigen Ausrutscher abtut:
Blochers Ideologie erinnert an das (moeglicherweise erfundene) Mussolinizitat, das die amerikanischen Antikorporatisten immer wieder ins Feld fuehren: "Fascism should more properly be called corporatism because it is the merger of state and corporate power."
Auch dieses (gesicherte) Mussolini-Zitat klingt irgendwie nach SVP auf Italientisch: "Il Fascismo è una grande mobilitazione di forze materiali e morali. Che cosa si propone? Lo diciamo senza false modestie: governare la Nazione. Con quale programma? Col programma necessario ad assicurare la grandezza morale e materiale del popolo italiano."
Couchepin ist ja nicht irgendein Dummkopf. Ich halte aber nach wie vor den Vergleich Blochers mit einem Sektenfuehrer fuer viel aufschlussreicher.
Dass das Wort kryptofaschistisch aus einem Seminar stammt, macht es nicht besser.
Es ist die Unterstellung von etwas, das sich nicht feststellen lässt und damit auch nicht widerlegen - also im Sinne Poppers unwissenschaftlich, wie so vieles in den Wohlfühlfächern.
Man konnte das Wahl-Ergebnis vorhersehen, wenn man das Internet beobachtete: Ich denke, die SVP hat mit Sachthemen gepunktet, und die gegen SVP waren, haben keine Themen gehabt, nur den Blocher oder den verregneten Sommer. Da hat mancher die SVP gewählt, der den Stil der Partei zum Kotzen findet, aber bei den anderen Parteien nur Scheuklappen sah.
Und nun, nach den Wahlen und der Schlappe, nimmt so manche Linke das Wort Sicherheit, Jugend, und Kriminalität in den Mund. Vorher natürlich nicht. Dumm gelaufen. Wird aber auch die nächsten 4 Jahre so sein, denke ich.
(Am siglifikantesten waren die Diskussionen auf dem SVP-Forum und dem SP-Blog, weil beide recht zurückhaltend sind mit Zensur.)
Philosophie habe ich tatsächlich studiert.
Beim Lesen der Kritiken von Kant habe ich mich tatsächlich wohl gefühlt. Ist zwar fürchterliches Deutsch, aber die Gedanken sind glasklar.
Übrigens spricht man zu wenig von der "Kritik der Urteilskraft". Die finde ich aber so wichtig wie die anderen.
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"Sie müssten doch wissen, dass es weniger auf das Wort als auf dessen Gebrauch ankommt."
Das stammt hingegen aus der Soziologie, wenn ich mich nicht irre. Und was ich vom Gebrauch des Wortes halte, habe ich dargelegt.
Wo Faschismus ist bei den genannten Beispielen, weiss ich nicht. Da habe ich folglich auch kein Problem damit (Ausschaffung gibt es ja schon jetzt, bloss nicht als Mechanismus). Wer mit Monty Python aufgewachsen ist, hat nicht mal Probleme mit den Zottelspielen.
Wenn Sie jetzt nach dem Umgang mit Faxgeräten, oder die Beherrschung von Prozentzahlen gesprochen hätten, wär's was anderes.
Aber das halte ich für einen Nebenschauplatz. Wichtiger scheint mir, dass die Parteien die Scheuklappen ablegen. Wenn sie die genannten Probleme stilvoll angehen können, dann ist's ja gut. Bisher aber werden die Probleme verniedlicht und, wie man auf englisch so schön sagt, the messenger is beheaded.
Aber inzwischen gefällt mir Ihr Ton. Auch wenn ich Ihnen nie und nimmer glaube, dass Kant lesen eine Wohlfühlbeschäftigung ist. Und ich sage das auch als einer, der sich durch alle drei Kritiken durchgekämpft hat (KdU sogar zwei mal, da Lizbuch für die Mündliche).
„Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle einer Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit, wobei eine massenbasierte Partei von entschlossenen nationalistischen Aktivisten in unbequemer, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten demokratische Freiheiten aufgibt und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt und ohne ehtische oder gesetzliche Beschränkungen Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion verfolgt.“
Ein Kryptofaschist wäre nun einer, der eben dieses Verhalten verschlüsselt zeigt. Ist es wirklich so schwierig, eben einen solchen in der SVP zu finden?
Salopp gesagt: Wenn ich feststelle, dass jemand von fliegenden Schweinen erzählt, dann ich das als Unsinn aufzeigen, aber dass ich ihn ggf für einen Trottel halte, ist mein Urteil. Vielleicht gibt's noch andere Information, die mich mein Urteil revidieren lässt.
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Warum ich von Wohlfühlfächern sprach: Es kommt bei der Geisteswissenshaft nicht wirklich drauf an, was man sagt. Hauptsache, es tönt gut und passt in den aktuellen Mainstream. Das ist zB bei der Mathematik nicht so. (Und bei den Erbauern von Mondraketen bekanntlich auch nicht, da knallt's dann mal).
„Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle einer Gemeinschaft"
(so wie die SVP uns über die Weltwoche seit Jahren als eine von Ausländern ausgenutzte arme Bevölkerung hinstellt, und das mit frisierten Statistiken und herzig-diffamierenden Plakaten, wobei Blocher gleichzeitig zugibt, dass wir vergleichsweise kaum Ausländerproblem haben)
"und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit,"
(Von wegen "die wahre Schweiz verteidigen", Tränen beim Anblick von Kuhscheisse auf dem Rütli, "die fremden Vögte" etc)
"wobei eine massenbasierte Partei"
(wir sprechen schon bald von einem Drittel der Bevölkerung)
"von entschlossenen nationalistischen Aktivisten"
(Mörgeli, Maurer und Blocher sehen wohl erst gar nichts Übles im Nationalismus, bezeichnen sich aber wohl als Patrioten)
"in unbequemer,"
(die Schamlosigkeit und Unverschämtheit wird als Tugend verkauft: "kein Blatt vor den Mund nehmen", "für die Sache einstehen", "Die Dinge beim Namen nennen")
"aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten"
(Blocher gehört selber zu eben dieser Elite, stellt sich selber aber als einfacher, manchmal gar bewusst als etwas trottliger Mann vom Volk hin)
"demokratische Freiheiten aufgibt"
(siehe die nach dem Gesetzestext tatsächlich kryptische Einführung der Sippenhaft; das aggressive Streben nach 50+% und die gleichzeitige Betonung der Konkordanz, wenn es die Saison oder Lage verlangt)
"und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt"
(Das Rezept der SVP gegen alles ist IMMER nur Repression, Unterdrückung, Ausschaffung, Abschreckung, wird aber als Stärke, Entschlossenheit, Programm verkauft)
"und ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen"
(Unsere SVP bewegt sich grundsätzlich am liebsten am Rande der Legalität)
"Ziele der inneren Säuberung"
(20% Ausländer sei genug, ja, eigentlich schon viel zu viel)
"und äußeren Expansion verfolgt.“
(Gottseidank nur wirtschaftlich)
Das wie vieles andere mehr bedeutet für mich Kryptofaschismus. Das Sektiererische kann noch viel besser dargelegt werden, ich muss mich heute aber noch um anderes kümmern...
Die ist aber sehr kryptisch.
"
Die linke Berliner Tageszeitung (Taz) interviewte den linken Zürcher Geschichtsprofessor Jakob Tanner zur Frage: «Steht Blochers SVP in der Tradition des europäischen Faschismus?» Tanner gab bereitwillig Auskunft: «In den dreissiger Jahren haben Schweizer Nationalisten europaweit eine Avantgarderolle bei der Verbreitung einer fremdenfeindlichen, antibürgerlichen Propaganda übernommen. Aber die konnte damals noch in die Schranken gewiesen werden.» Man staunt: In der Zeit von Hitler und Mussolini konnten die Schweizer gerade noch im Zaum gehalten werden? «Mit der SVP kann man keine Regierungspolitik machen, die demokratischen Standards genügt», hiess es weiter. Seltsame Aussagen. Auf Nachfrage legte der Professor jedoch plausibel dar, dass die Taz die Antworten verändert hatte. Historiker Tanner sprach von den sechziger, nicht den dreissiger Jahren. Und er behauptete nicht, die SVP sei undemokratisch. Am Ende meinte Tanner, die Kritik der ausländischen Medien könnte in der Schweiz «vielleicht einen Denkprozess auslösen». Persönlich lernte der Historiker aus der Erfahrung mit der Taz, die seine Aussagen böswillig entstellt hatte, dass er der Zeitung «mein erstes und wohl auch mein letztes Interview gegeben habe». (gut)
"
wenn die aussagen wirklich frisiert sind, ist das ganze eindeutig weniger sexy.
Sippenhaft tritt dann ein, wenn es sich um einen jugendlichen Täter handelt. Da die Artikeländerung diesen prekären Fall implizit oder explizit offen lässt, hat die genaue Befolgung des von der SVP vorgeschlagenen Gesetzestexts...
"Sie (= die Ausländerinnen und Ausländer) verlieren unabhängig von ihrem ausländerrechtlichen Status [sic!] ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz,"
...zur Folge, dass - weil Jugendliche nicht mir-nichts-dir-nichts ausgeschafft werden können -, die Eltern entweder haften und also deshalb ausgeschafft werden (siehe Absichtserklärung), oder notgedrungen (weil ja die Kinder nicht mehr bleiben dürfen) ausreisen müssen.
Kryptofaschismus.
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