20/06/2008 10:05
Der Kampf gegen die Informationsflut
Wie war das noch in den Anfangszeiten des Internets. Die meiste Zeit war man offline und arbeitete am PC und nach einer gewissen Zeit warf man dann das Modem an, wählte sich ins Internet und schaut... »







Diskussion
Vielleicht. Aber ich glaube, das wird noch etwas mehr als ein paar Jahre dauern. Solange noch dauernd neue Instrumente geschaffen werden, die nicht direkt miteinander kombinierbar sind, müssen wir den täglichern Filterkampf weiterführen.
Abgesehen von den technischen Hilfsmitteln und vom gesunden Menschenverstand habe ich mir tatsächlich meine eigenen "digital curators" ernannt (auch wenn die vielleicht nichts davon wissen ;-)
- die Generation nach dem Krieg WW2 hatte ein Ziel: unsere Kinder sollen es einmal materiell besser haben
- diese Kinder waren dann aber Hippies und wollten von Materialismus gar nichts mehr wissen. Viele wurden Lehrer ;-) weil sie den Kindern die wahren Werte vermitteln wollten
- deren Schüler dann fanden, solche Schlufis wollten sie nie werden. Deshalb begannen sie zu saufen und zu rauchen. Das ist heute
Eure (oder besser: deren?) Kinder werden sich ihre Sache denken über Probleme wie "Ich kann es mir nicht verklemmen, alle 5 Min. meine SMS zu checken. Ich fühle mich sooo getrieben"
Fazit einer 'Geschichte Eurusas der letzten 50 Jahre in 5 Minuten': Das Problem wird sich ganz einfach biologisch erledigen.
Meine Meinung dazu:
http://facts.ch/articles/980073-zarathus tra-und-die-flut
Wenn die Mehrheit bei uns mit den neuen Medien probs hat, so scheint mir, warten die auf die symbolischen Hunnen, die Germanen oder sonstige Vandalen um dann zu sagen, wir habens ja immer schon gewusst, dass unsere Kultur den Bach runter geht.
Typisches Beispiel vom_Sack_schlagen _und_den_Esel_meinen
Die Empfindung, etwas entwickle sich zu schnell, ist immer subjektiv. Wenn Sie in der Geschichte Zürichs etwas zurückblättern, so werden sie in der damals noch jungen Presse wundervolle Artikel und Expertenmeinungen zur dann zumal frisch eingeweihten „Spanisch-Brötlibahn“ finden (selbige neuste Dampfbahn schaffte etwa 38 km/h und reichte von Zürich bis in den Aargau, nach Baden hinunter). Presse, Experten und Mediziner waren sich einig, dass diese hohe Geschwindigkeit zu Schwindel, Unwohlsein und Erbrechen führen müsse und die Bahn keinesfalls von schwangeren Frauen zu benutzen sei, da das ungeborene Kind durch die hohe Geschwindigkeit in jedem Fall Schaden nehmen würde – das ist knapp 150 Jahre her und gemäss den Passagierzahlen der Zürcher S-Bahn scheinen doch einige ihre Meinung inzwischen geändert zu haben.
Ich spüre in mir kein unterschwelliges Entsetzen und bin, so hoffe ich doch, von Panik noch weit entfernt. Aber wenn Sie Lust haben, melden Sie sich bei Friendfeed an und folgen Sie mir unter http://friendfeed.com/kulturmanager. Sie werden sehen, ich fühle mich im "sozialen Netz" sehr wohl und habe noch keinen gesundheitlichen Schaden erlitten.
auf Ihre Gesundheit
Christian Henner-Fehr
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