Ansichten eines Fooligans: Schlafende Füße
Zu den ungelösten Rätseln des Fußballs gehört immer noch die Antwort auf die Frage: Wie schaffen es die Spieler, vor wichtigen Spielen zu schlafen?
Keine Frage, die zu vernachlässigen ist, denn Spitzensportler brauchen mit zehn Stunden Schlaf zwar etwas weniger als Säuglinge (16) und Koalas (20), aber doch deutlich mehr als die zu Unrecht mit diesem Namen belegten Faultiere. Die sind nämlich, so weiß die Forschung heute, in Wirklichkeit recht agil, sie schlafen in freier Wildbahn nur 9,6 Stunden am Tag.
Die deutsche Mannschaft sorgte für Aufsehen mit High-Tech-Matratzen, die pro Stück 3000 Euro kosten. Bei diesen kann automatisch der Härtegrad verstellt werden. Wer zur gemütlichen Embryonalstellung neigt, dem wird eine Extrakuhle zur Verfügung gestellt und eine elektrische Schäfchenzählmaschine, die auf Wunsch mit der Stimme der Mutter des Spielers bespielt werden kann, ist ebenfalls im Preis enthalten.
Aber Technik allein kann doch nicht für beruhigten Schlaf sorgen. Was ist das Geheimnis?
Tunnelblick? Selbsthypnose? Gebete?
Oder ist es ganz anders: Die Spieler liegen heute genauso wach wie wir und spielen deshalb wie die Italiener?
Dieser Gedanke wird mich um den Schlaf bringen.
Malte Welding ist Autor bei Spreeblick.com und wird in den nächsten Wochen aus deutscher Sicht die Euro 2008 auf facts kommentieren.







Diskussion
http://facts.ch/articles/993486-facts-em -halbfinal-deutschland-turkei
Allerdings müsste man diesmal per Hand, also per Kommentar tippen.
Beim Halbfinale wollen wir schon das genaue Ergebnis wissen. ;-)
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